Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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30 י-,'ייי״ד Ai ”,«wto,» ■^■jy ׳ ■״<■ ׳ w w ■ ■! An die Ausführungen Saadias über die Substantialität ur\d Unkörperlichkeit der Seele schliessen sich seine Bemerkungen über die Einheit ihres Wesens, welcher Punkt gleichfalls in seiner Polemik gegen die verschiedenen älteren Theorien von der .Seele bereits berührt wurde. Der Platonischen Trichotomie folgend, unterscheidet er drei Grundvermögen der Seele: die Begierde, den Muth, die Vernunft50). Diese Verschiedenheit der Kräfte erzeugt den Schein einer Vielheit und hat auch thatsächlich zu der irrigen Ansicht von zwei räumlich von einander geschiedenen Seelentheilen geführt, während in Wirklichkeit diese drei Vermögen in einer Substanz wurzeln51). Aus der Beschreibung, die Saadia von den welcherdie Seele den Körper durchdringe, bei Sahrastani gesagt wird, sie sei zu vergleichen der Verschmelzung der Wässrigkeit mit der Rose, so hängt auch dies mit der Lehre der Stoiker von den verschiedenen Arten der Mischung zusaminen, — vgl. Zeller (3) III, 1, S. 127 — und zwar wird durch den obigen Vergleich die gegenseitige Durchdringung von Seele und Körper als eine solche qualificirt, bei welcher die gemischten Theile trotz der gegenseitigen Durchdringung ihre Eigenthümlichkeit bewahren. Ob nicht noch andere Ansichten Nattams auf stoischen Ursprung sich zurückführen lassen, bleibe dahin gestellt, da aus dem Gesagten zur Genüge erhellt, dass derselbe in seiner Seelentheorie den Stoikern folgt. Wenn daher von ihm berichtet wird, er habe die Seele als einen feinen Körper erklärt, so ist dies ganz im Sinne der Stoiker gemeint, und an der Genauigkeit des Berichtes ist nicht zu zweifeln. Demnach kann von einer Aehnlichkeit zwischen der Anschauung Saadias und des Nattam keine Rede sein. 30) Em. s. 98: וכאשר תתחבר לגוף יראו לה ג׳ כהות כח ההכרה וכה הכעס דכח התאוה, wofür der arabische Text in anderer Reihenfolge üy!>j hj.3 hat. Ebenso unterscheidet Saadia drei Vermögen im Jezirah-Commentar S. 33, nur hat er daselbst yCaJl als Bezeichnung für das höchste Vermögen, und im Commentar zu den Sprüchen S. 126 wird ^JLÜl den anderen beiden Kräften gegenüber gestellt. Diese Dreitheilung rührt bekanntlich von Plato her, wenn sie auch zuweilen von Aristoteles als bekannt vorausgesetzt und angewendet wird, wie Topik II, 7, 113a 35, Eth. VII, 7. 1149a 27, und demnach entsprechen den Be- Zeichnungen bei Saadia die griechischen Ausdrücke: >.01ד10ץxöv, 3-üjjlosios!;, sraöujr^Ttxov. Saadia legt jedoch Gewicht auf die Benennung כתות und will dieselben nicht als storj oder Seelenarten oder Seelentheüe, aufgefasst wissen. Was כח ההכרה betrifft, so könnte es scheinen, dass dieser Ausdruck umfassender sei als das griechische Xofianxov und das Erkenntnissvermögen im Allgemeinen einschliesse, in Wirklichkeit aber versteht auch Saadia darunter nur das Vernunftvermögen, so dass der Fehler, an welchem die Platonische Dreitheilung leidet, dass nämlich in" derselben dem Vermögen der sinnlichen Wahrnehmung kein bestimmter Platz eingeräumt ist, auch der Eintheilung Saadias anhaftet. 51) Nachmani hält jedoch an dieser Ansicht fest und schreibt dieselbe auch Onkeios zu, vgl. Commentar zur Gen. 2, 7: באדם לרוח mm אבל אונקלום אמר ממללא נראה שדעתו כדברי האומרים שהם בו נפשות שונות וזאת הנפש המשכלת אשר נפחה השם באפיו היתד. בו לנפש מדברת ובן נראה לי מדעת הבותינו ממה.שאמרו רבה