Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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14 einigung der vier Elemente21), die vierte für die Verknüpfung der שהמקרה (שהמספר) והשלמות והחבור וההתקשרות וההתילדות מקרים. Saadia hätte sich dieselbe ersparen können, wenn er den Standpunkt der Mutakallim getheilt hätte, da nach ihrer Meinung Alles ausser den Atomen Accidenz ist. In der That ist es nicht nöthig, hier einen Einfluss des Kalam zu vermuthen, da wir einer gleichen Darstellung der Aristotelischen Ansicht bereits beiNemesius a. a. 0. begegnen. Derselbe bemerkt nämlich, die Ansichten über die Seele gehen weit auseinander, indem Einige dieselbe für etwas Körperliches, Andere für unkörperlich halten. Diese Letzteren wieder stimmen ihrerseits unter einander nicht überein, indem die Einen sie als substantiell und unsterblich, die Anderen als nicht substantiell und vergänglich betrachten, r.dLiv 03 7.0). tojv >*3ע0ץxa>v o.zü)\lo.~ov slvai ~7jv ^־jy/^v a'7i3ipoc ך£ךOVSV q OlO/pO)V׳<Z TOJV JJ13V 0U3.O.V «Z'JTTjV 7.0.1 «9’«VCtTOV Xs׳)־OVI(OV, T(OV 03 0.ZOJJJLCZTOV 113v, 0׳j jltjv 0׳J3(av 0003 0M.70Xov. Unter den Letzteren sind gemeint Aristoteles und Dikäarch, von dem später die Rede sein wird, (Ap1310T3X7j; 03 70). Awaiopyoz avouatov). Demnach sagen Saadia und Nemesius im Grunde genommen dasselbe, denn dass es bei dem Einen ״Accidenz“, bei dem Andern ״nicht-substantiell“ heisst, ist nicht von Bedeutung. Die Verbreitung dieser Auffassung lässt sich übrigens auch in der pseudo-aristotelischen Theologie (ed. Dieterici S. 42) nachweisen, wo es heisst: ״Behauptet aber jemand, es stimmen doch die hervorragendsten Philosophen darin überein, dass die Seele die Entelechie des Körpers sei, die Entelechie aber ist keine Substanz, mithin ist auch die Seele keine Substanz, da die Entelechie eines Dinges bloss etwas an der Substanz des Dinges sei, so erwidern wir u. s. w.“ Es lässt sich nun diese Darstellung der Aristotelischen Ansicht in verschiedener Weise erklären: entweder sind die Ausdrücke ״Accidenz“ und ״nicht-substantiell“ nicht genau zu nehmen, und es ist bloss gemeint, dass die Seele nach Aristoteles nicht für sich bestehen kann und mit dem Körper untergehen muss, oder es ist der Begriff der Entelechie nicht mehr in dem ursprünglichen Sinne, wie bei Aristoteles, aufgefasst, sondern wesentlich abgeschwächt, so dass er sich in bedenklicher Weise dem Begriffe des Accidenz nähert, vgl. Siebeck a. a. O. II. S. 167. Die erstere Annahme halten wir für die wahrscheinlichere und einfachere. 21) Em. das.וקצתם חשבוה חבור הארבעה פזבעי־ם. Guttmann a. a. o. s. 195 a. 4 versteht darunter die Ansicht des Empedokles, der nach Aristoteles, de anima 404 b 11 die Seele als aus den vier Elementen zusammengesetzt erklärte. Allein, wenn diese Auffassung auch dem Wortlaute nach möglich wäre, so spricht der Zusammenhang dagegen. Denn wie könnte Saadia behaupten, die Seele sei nach dieser Ansicht ein Accidenz? Es ist vielmehr das Wort הביר zu betonen, und gemeint ist nicht, die Seele selber sei aus den vier Elementen zusammengesetzt, sondern sie sei das Produkt dieser Zusammensetzung und Mischung der vier Qualitäten im Körper. Dies ist die Ansicht des Dikäarch, von welchem Nemesius a. a. O. berichtet, er habe die Seele erklärt als äpixovfav Ttuv ׳tsaaocpojv a0־iy 30'׳jv .... ttjv iv tco adj|j1a1־ bspuojv 7.0). üYpdjv xal 6u/p0jv 7.0.1 ^Yjpujv ivapjj103T0v xpaatv 7.0.! aüj.<p(1>vtav, — eine Anschauung, die nicht verschieden ist von der Ansicht, zu der Galenus zuweilen hinneigte, und die auch mit der des Simmias im Phädon sich vergleichen lässt, auf die Aristoteles, de anima I. 4 hinweist und als eine solche bezeichnet, die leicht Glauben findet. Vgl. auch Dieterici, Weltseele S. 164: ״Die Dritten sagen: die Seele sei nur ein Accidenz, welches aus der Mischung des Körpers und den Temperamenten des Leibes hervorgehe, sie schwinde und verderbe nach dem Tode mit dem Leibe“.