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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1898-01-01 · 1898 · page 14

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1898
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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IRI
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--יי? J ״”- y?yj*rss - 8 — diesen schliessen‘2). Denn weit bedeutender noch und weit nachhaltiger als der kalamistische Einfluss ist die Einwirkung, die Saadia von Aristoteles empfing, und wenn die Berührungspunkte mit der ersten Richtung vielleicht mehr in die Augen fallen, so ist dafür der Aristotelische Einfluss um so mehr in die Tiefe gehend. Die Beweise für die ausgebreitete und genaue Bekanntschaft Saadias mit der Aristotelischen Philosophie und seine Abhängigkeit von derdie Bemerkung zu verstehen, warum die beiden Prinzipien nicht mit dem Licht und der Finsterniss zu vergleichen seien, von denen wir sehen, dass sie sich unmittelbar berühren. Diese, meint Saadia, sind Accidenzen und haften an ihrem Substrat, der Luft, können daher neben einander bestehen, während die beiden Prinzipien als für sich bestehende Wesenheiten einander nicht berühren können, ohne sich gegenseitig aufzuheben. Hingegen sagt Saadia nichts davon, dass die Finsterniss eine blosse Negation des Lichtes sei. Er stellt sich vielmehr mit Absicht auf den Standpunkt der Gegner, und zwar mit Recht, weil sobald angenommen wird, dass die Finsterniss eine blosse Privation des Lichtes sei, jede besondere Beweisführung gegen den Dualismus überflüssig ist. Anders Guttmann a. a. O. S. 100 und Kaufmann a. a. O. S. 23. 12) Als Beispiel führen wir den dritten Einwurf Saadias, S. 33, gegen die Ansicht Epikur’s an: והשלישי שהדבר הנופל במקרה אין לו קיימא מפני שאין לו שורש הולך עליו ולא משך שמבלבל אותו ההתמדה, worin Guttmann a. a. O. S. 68 eine Uebereinstimmung mit der Ansicht der Mutakallim erblickt, wonach kein Accidenz zwei Zeitmomente dauert. Allein die Aehnlichkeit ist nach unserer Meinung eine bloss äusserliche, da מקדה in der Bedeutung Zufall und מקרה in der Bedeutung Accidenz thatsächlich bloss den Namen gemein haben, und auf Grund dieser äusseren Aehnlichkeit ist man nicht berechtigt, auf die Uebereinstimmung mit einem Grundsatz zu schliessen, der von so weittragender Bedeutung ist und mit so vielen andern Ansichten der Mutakallim, die Saadia nicht theilt, im engsten Zusammenhang steht. Gelegentlich sei auch hingewiesen auf einen Fehler in dem unmittelbar darauf folgenden Passus, in dem Saadia sein Urtheil über die Ansicht Epikur’s zusammenfasstj ואלה ירחמך האלהים דברים מ־פסדים והרות שאין להם ק״ימא. Anstatt והרות hat das Original das ״hinfällig“ bedeutet und am besten durch das talrr.udische רעוע wiedergegeben werden kann, vgl. S.34, הבית הרעוע als Uebersetzung von Ob aber Tibbon an unserer Stelle wirklich רעועות geschrieben hat, oder durch irgend einen Umstand, vielleicht durch Ausfall des Elif in X-c?!•, dazu kam das Wort als gleichbedeutend mit aufzufassen, das möchten wir nicht entscheiden. Jedenfalls ist והזיות in der ed. princ. ein verfehlter Verbesserungsversuch. — Vgl. übrigens Jezirah-Commentar S. 34, wo gesagt wird, dass Gott die Accidenzen beständig schafft, aber auch hier ist nur gemeint, dass das Wirken Gottes mit dem Sechstagewerk nicht abgeschlossen ist, dass Gott fortfährt zu schaffen, wenn auch nicht die Substanzen, so doch die Accidenzen, nicht aber, dass er ein und dasselbe Accidenz fortwährend erneuert, wie es die Mutakallim behaupten.

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