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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1898-01-01 · 1898 · page 13

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1898
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720975--12-2724677
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-זי-.. WHHJ,•». *׳■י׳—״י׳ י— יי Ü — 7 — Gleichwohl darf man die Abhängigkeit Saadias vom Kalam nicht überschätzen. Denn wenn auch einerseits in vielfacher Be- Ziehung eine Uebereinstimmung zwischen beiden nachweisbar ist, so sind doch andererseits auch die Differenzen nicht minder erheblieh, wie schon die obige Vergleichung mit der Darstellung Maimunis beweist, selbst wenn man in Betracht zieht, dass Maimuni eine viel spätere Richtung des Kalam schildert. Am allerwenigsten darf man aus jeder Aeusserung bei Saadia, die irgendwie an einen Lehrsatz der Mutakallim anklingt, sofort auf eine Uebereinstimmung mit Besprechung. Wir stimmen mit Guttmann überein, wenn er (a. a. O. S. 100) denselben von dem ähnlich klingenden Beweise Bachjas in den Herzenspflichten, I. 7, 4 und Ahron ben Elias im Ez Chajim, c. 64, S. 77 unterscheidet, nicht aber darin, dass er ihn mit dem zweiten Beweise bei Maimuni identificirt. Vielmehr bilden die genannten Philosophen eine Gruppe, der Saadia mit seinem Beweise allein gegenüber steht. Zum besseren Verständniss setzen wir den Wortlaut bei Saadia hierher: ואובר עוד בי אם הם דבקים הם דבר א, ואם הם נפרדים יש ביניהם דבר שלישי ולא אפשר לבעליהם לדמותם אל החושך והאור המשתמשים בלא שלישי בי אלה מהרים והם אצלם גשמים. Anstatt המשתמשים, das auch ed. princeps hat, ist zunächst nach dem arabischen Text ״ המתמששיםdie sich berühren“ zu lesen, und das entscheidet die Bedeutung von דבקים, wenn sie überhaupt fraglich war. דבקים kann nicht ״wesensgleich“ bedeuten, wie Kaufmann, Attributenlehre, S. 23 A. 48 behauptet, ebenso wenig als המתמששים dies bezeichnen kann, dessen Bedeutung durch das darauffolgende בלא שלישי bestimmt ist. Damit ist aber freilich die Stelle noch nicht erklärt, denn wenn דבקים räumlich Zusammenhängen heisst, so fragt es sich, worauf der Schluss אם הם דבקים הם דבר אחד beruht? Zur Erklärung sei hingewiesen auf die Aeusserung Saadias in seinem Jezirah-Commentar (ed. Lambert, S. 29), die es als allgemeine Regel hinstellt, dass es zwischen zwei Dingen, die von einander geschieden sind, ein drittes giebt, das gleichsam das Gleichgewicht zwischen ihnen herstellt. So ist es die Luft, welche Himmel und Erde von einander trennt, bildet die Zunge an der Waage das Gleichgewicht zwischen den beiden Schalen, ist im Dreirichter-Collegium der dritte derjenige, welcher den Ausschlag giebt, wenn die beiden Anderen verschiedener Ansicht sind. Es ist jedoch auf diese Aeusserung nicht zu viel Gewicht zu legen, weil man den Jezirah-Commentar nicht ohne Weiteres für die Ansichten Saadias in Em. verwerthen darf. Der Sache nach dürfte vielleicht der Beweis Saadias identisch sein mit dem Einwand, den Johannes Damascenus (opera ommia, ed. Paris 1712, I, S. 290) erhebt und der folgendermassen lautet: Ävcq/7k 03 zai ouoiv Haxspov. 7, d~3־aÖ־a1 zai «pftsipsiv aXX7jX0t;. 7; 3iv3( t» jiiaov, 3v 0) 0u03 cqafrov 0003 xaxov s3Ta׳3:ד;<0 ,.׳> oiOKppeqii« 0t3tko0)־v aXkr'Uov d(j.<po~s(3a. zai o׳jz 3ti oüo. dXXd -psic dp/al 330v־:at. Den gleichen Sinn haben"vielleicht auch die Worte Saadias: hängen die beiden Prinzipien zusammen, so müssten sie eo ipso Eins sein, denn sonst würden sie als Gegensätze sich aufreiben; hängen sie nicht zusammen, haben wir schon ein Drittes, nämlich den Raum, der sie trennt, Dem entsprechend ist auch

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