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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1898-01-01 · 1898 · page 11

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1898
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720975--10-2724675
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מ־*״־־״״■^׳״־—־״־״ —*-־-י <י-ז׳-ל^־^”^^ך^^ז^ך.ז -?w i■; *4■ -msr — 5 — Saadia mit dem dritten und vierten bei Maimuni, und der vierte bei Saadia, der, beiläufig bemerkt, nicht blos in der Hauptsache, sondern auch in der Auseinandersetzung, die sich an ihn anknüpft, Aristoteliker, die eine unendliche Reihe von Ursachen nicht zulassen und gleichwohl die Ewigkeit der Welt annehmen? Da in dem angeführten Beispiele A als die Wirkung von B, dieses als diejenige von C u. s. w. angesehen werden kann, so könnte es scheinen, als ob die Aristoteliker, indem sie die Ewigkeit der Welt behaupten, sich in Widerspruch setzten mit ihrer eigenen Annahme, wonach ein Rückgang ins Unendliche in Bezug auf die Ursachen nicht gestattet sei. Allein thatsächlich ist dies nicht der Fall, und der prinzipielle Unterschied zwischen den Aristotelikern und den Mutakallim wird von Maimuni in der elften Prämisse und noch deutlicher von Ibn Rosd, Theologie und Philosophie, übers, von Müller S. 35, und im Tahafut al־Tahafut, S. 8, auseinandergesetzt. Demnach behaupten die Aristoteliker, ein Rückgang ins Unendliche in Bezug auf die Ursachen sei nicht gestattet, weil es bei einem solchen an einer ersten Ursache fehlt, der keine andere mehr voraufgeht, und in den Fehler eines solchen Rückganges ins Unendliche gerathen nach ihnen die Daharijja, welche die Ewigkeit der Welt behaupten, ohne Gott als erste Ursache zu setzen. Hingegen gerathen sie selber nicht in Widerspruch mit ihrem eigenen Prinzip, wenn sie die Ewigkeit der Welt annehmen, zugleich aber auch Gott als die erste Ursache setzen, denn in dem angeführten Beispiel von A, dem eine unendliche Anzahl von Vorfahren vorangegangen sei, haben wir es nur scheinbar mit einer unendlichen Reihe von Ursachen zu thun. In Wirklichkeit ist in dieser Reihe jedes Glied nicht wesentliche, sondern blos accidentelle Ursache für die Existenz des darauffolgenden, Mittel und Werkzeug in der Hand der ersten Ursache. Es ist demnach für die Aristoteliker kein Widerspruch mit ihrem eigenen Prinzip, vielmehr eine Consequenz desselben, wenn sie annehmen, dass diese erste Ursache, wie sie selber ewig ist, auch eine ewige Wirksamkeit mit unendlichen Mitteln entfalte. Kurz und% präcis drückt Falaquera in seiner Erklärung zur elften Prämisse den Gegensatz zwischen den Aristotelikern und den Mutakallim aus, indem er bemerkt, dass das, was nach den Ersteren blos von den עלות (Ursachen) gelte, von den Letzteren auch auf die סבות (Mittel) ausgedehnt werde. Merkwürdiger Weise wird dieser Gegensatz, der den springenden Punkt in der ganzen Frage bildet, in den Darstellungen des vierten Beweises von Saadia wenig beachtet, wie aus Kaufmann, die Theologie des Bachja Ibn Pakuda, p. 39 A. 2 und Guttmann a. a. O. S. 40 A. 8 zu ersehen ist. Nach dieser Auseinandersetzung bleibt uns nur noch zu erwähnen, dass nach dem Berichte Maimunis der Satz von der Unmöglichkeit einer unendlichen Reihe von Dingen, von der jedes Glied blos accidentell Ursache für das darauffolgende ist, von einigen Mutakallim als Axiom angesehen wurde, das keines weitern Beweises bedürfe, während andere denselben durch Beweise zu stützen suchten. Die Art und Weise, wie dies geschah, sehen wir unter Anderem bei Saadia dessen vierter Beweis eigentlich nichts Anderes enthält, als eine Erläuterung der elften Prämisse an einem Beispiel. Von einer andern Methode berichtet uns Ibn Rosd, Theologie und Philosophie, S. 34, und auch Maimuni, I. 74» Methode VII, gibt uns ein

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