Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1897
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2720904-2720977--36-2724629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
75 er seine ganze freie Zeit dem Studium der nationalen Litteratur und der Unterweisung seiner Jünger widmen. Mit besonderer Liebe und Verehrung hing an dem greisen Meister, dem er die erste Autorisation zur Bekleidung eines rabbinischen Amtes verdankte, R. Israel von Brünnx), später Rabbiner in Regensburg, der durch seine gelehrten Rechtsgutachten allgemeine Achtung und durch sein tragisches Geschick allgemeine Theilnahme gewonnen hat. In der gesammten zeitgenössischen Litteratur, besonders von R. Jacob b. Jehuda* 2) Weil3), welcher in jenen Tagen selber als ein Wunder der Gelehrsamkeit galt, wird der Name R. David’s von Schweidnitz mit ausserordentlicher Achtung und Ehrerbietung genannt. Beide Schweidnitzer Gelehrte blieben Jahrzehnte lang die Zierde ihrer Heimathsgemeinde, die niemals mehr eine Blüthezeit wie die damalige erlebt hat. Ob freilich R. Os er mit dem 1414 urkundlich bezeugten Manne dieses Namens4) zu identificiren sei, lässt sich mit Fug bezweifeln. R. David aber, den nach einigen Nachrichten5) sogar die Krone (4. December) zwischen 1870 und 1878 bestätigt die Herzogin Agnes, dass Nickel von Lodelow und seine Frau Elsebeth das Judengericht für 30 Mk. jährlich mit dem Recht des Rückkaufs an Nickel von Sachenkirchen versetzt habe (Staatsarch., Schweidn. Landbuch C. S. 5). *) RGA. Isr. Bruna, No. 73. 271 (ed. Stett. 272 ed. Salon) 281 (ed. Stett. 298 [Druckfehler für 282] ed. Salon.): ומה אעשה לרעיוני מוכרי את בבוד מורי ורבי הרב המופלא מהר״ר דוד סווידני״ץ ז״ל אשר גדלני בחיקו>. isserlein Pos. 128 berichtet über Israel Bruna: הלא נמשח.. .בשמן מדושן דמהריר דוד רדיד. 2) Dass רבינו יעקב ב״ר יודא, der im Gendenkbuch von Pfersee zwischen Jacob Mulin und Isserlein (Perles in der MS. XXII, 509), מהר״ר יעקב ב״ר יהודא, der im Gedenkbuch von Trier unmittelbar nach Isserlein (Briefliche Mittheilungen meines Freundes Dr. Bassfreund vom 21. Juni 1892) und מהדיר יעקב ב״ד יהודה, der in ähnlichen Zusammenhänge im Gedenkbuch von Koblenz (Mitth. Dr. Lewins an Dr. Jellinek im קונטרס המקונן, S. 71) genannt wird mit Jacob Weil, obwohl der Zuname nicht dabei steht, identisch sei kann im Zusammenhang mit Berliners Mittheilung (HB. IX, 82 MSי XVJLII, 318) nicht wohl bezweifelt werden. Damit erledigen sich Sterns^ Bedenken (a. a. 0., S. 327). 3) Vgl. die Citate in Anm. 1, ferner Jacob Weil, RGA. 24. 40. 64—68. 88. 120—122. Ob er wirklich der Empfänger von No. 24 und 88 gewesen, und ob nicht 64—68 eher an einen in Regensburg ansässigen R. David gerichtet waren, ist mir noch zweifelhaft. Dass später in Schweidnitz ein anderer R. David gelebt hat, der ebenfalls mit Jacob Weil correspondirt hat, habe ich bereits S. 72, Anm. 2, aus einander gesetzt. 4) Nach Schirrmacher (S. 298, No. 469) besass er für sich, seine Mutter und seine Angehörigen einen vom Herzog Ludwig 1414 auf zwej Jahre ausgestellten Friedensbrief. Ygl. auch Knothe II, 66. 5) Isserlein Pes. 128. Jacob Weil 64. 88. Isr. Bruna nennt ihn הזקן in rga. 73. 3*