Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1896
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 51)
- Language
- German
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vn für die Ewigkeit vernichtet wurden. Statt des ehemaligen steinernen ist nun nur noch ein papierner Rest gehliehen, dessen zuverlässige Wiedergabe jedoch für jeden, der das Glück hatte, den inwischen (6. April 1872) hingeschiedenen Entzifferer persönlich zu kennen, nichts zu wünschen übrig lässt. Seitdem sind noch zwei Schweidnitzer1), eine Neisser2) und zwei Breslauer3) Grabschriften bekannt geworden. Es dürfte hier der rechte Ort sein, das gesammte Material, das zum Theil in Sammelschriften zerstreut ist, die, wie Jahrg. 1856 des Liehermann’schen Jahrbuchs, vom Büchermarkt beinahe verschwunden sind, noch einmal zusammen zu stellen. Zu den bisher bekannten füge ich ausserdem zwei noch nicht veröffentlichte Breslauer Inschriften hinzu. Abzeichnungen derselben finden sich bereits in der Graf Hoverden’schen Sammlung von Grabdenkmälern4), ohne dass dort ein Yersuch der Entzifferung gemacht ist. Die Grabsteine selber sind vom hiesigen Magistrat dem Vorstand der Krankenverpflegungs- und Beerdigungs-Gesellschaft geschenkt worden. Der eine derselben, datirt vom 15. Tebet 5007 — 25. December 1246, der älteste der ganzen Sammlung und überhaupt eines der ältesten mit Inschriften versehenen schlesischen Steindenkmäler aus der Zeit nach dem Einfall der Mongolen, ist jetzt in die Südwand der am Eingang in den Friedhof errichteten Leichenhalle eingelassen. Ich lasse nun in neuer Numerirung die Inschriften folgen und füge in Klammern die Ziffern der Nissen’schen (N) und meiner eigenen (B) früheren Zählung (im Jahrb. für 1890, S. 11 bis 13) hinzu. A. Breslauer Grabschriften. 1. N. N., gestorben 15. Tebeth 5007 25. December 1246. (1 .. *) Nach der Zeichnung in der Höver- אני אנה אני בא באר חיים סג [ל] .6 [א]שר נתבקש בחצי טבת8) שג [ת] שבט לאלף השינשי] .. ובתר שם טוב .. יבא4)... *) Die letzte Zeile ist ebenfalls als zweites Wort nach der Hoverden’scl den'sehen Sammlung war über der jetzigen ersten Zeile noch eine jetzt nicht mehr erkennbare vorhanden. 2) Für Zeile 8, die wahrscheinlich den Namen des Todten enthält, wage ich vorläufig sichere Vorschläge nicht zu machen. 3) Dieselbe nicht grade häufige Datirungsweise findet sich in cod. Oxf. 194 (ßaschi zum Pent. u. den Meg,), geschrieben v. Schalom Sachse ('ז׳ב׳ש׳א) in G-örlitz (גדרליך) an der Neisse (נייסא), beendigt Mitte Tebeth 5148 27. Dezember 13 7.;ht mehr vorhanden. יבא schlägt Kaufmann Zeichnung vor. J) Die ältere zuerst von M. Schindler in der Beilage zur Allgem. Zeitung des Judenthums vom 9. Juli 1872 und dann von mir in meinem Jahrbuch für 1890, S. 7, die andere von mir in meinem Jahrbuch für 1591, S. 106, mitgetheilt. 2) Nach Angabe des verewigten Predigers L. Hosch in Neisse von mir in meinem Jahrbuch für 1890, S. 10 veröffentlicht. 3) Von mir a. a. O., S. 8, 9 mitgetheilt. 4j Handschrift 2106 der hiesigen Stadtbibliothek I. fol. 5 und 6.