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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1896-01-01 · 1896 · page 36

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1896
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720979--35-2724557
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32 -Der Beamte der Gemeinde trug־ den wohlklingender! Titel eines Judenbischofs. Noch im Jahre 1315 vereinigte er in Breslau in seiner Person die Aemter des Rabbiners und Schächters, des Vorbeters und Religionslehrers1), und in den kleinen Gemeinden des Landes werden die Verhältnisse kaum anders gewesen sein. Seine kärgliche Besoldung bezog er aus den Spenden der frommen Beter am Tage der Gesetzesfreude, aus Geschenken am Purimfeste und freiwillig*en Gaben, mit denen das Gemeindemitglied ihn bei freudigen Familienfesten, bei Hoch־ Zeiten und kirchlichen Anlässen bedachte2). Ueber das Maass rotlien Stern handele, ist, wie mich Herr Prof Markgraf belehrt, unhaltbar, weil Angaben über Besitzwechsel auf diesem Territorium sich nicht in den Schöppenbüchern finden würden.) Dass sie bald nach der Gerbergasse ver: legt worden sei (Markgraf a. a. 0.), ist aus unseren Nachrichten nicht ersichtlich. Wir finden vielmehr zuerst 1351 als dritte Synagoge die ״nwe jude schule“ auf der Gerbergasse erwähnt (vgl. die Nachweise hei Markgraf a a. 0. ff.). Ich nehme demnach an, dass mit dem Anwachsen der Gemeinde allmählich die Anzahl der Synagogen still und unbemerkt bereits vor 1349 zugenommen hat, so dass in den fünfziger Jahren des 14. Jahrhunderts, als die Seelenzahl der Gemeinde wieder eine hohe geworden war, die drei Synagogen allmählich wieder eingerichtet worden sind und zwar zuerst 1354 die alte Judenschule und dann 1357 die beiden andern durch Lazarus von Nachod und Jacobissa von Braunau, die sich ohne Zweifel bloss darum das Recht auf einen besonderen Gottesdienst verbriefen liessen .(0, 65), um die alten Andachtsstätten wieder herzustellen. Dass Jacobissa diejenige auf der Gerbergasse an sich gebracht hat, habe ich anderweitig (vgl. Anh 111, 33) annehmbar gedacht. (Danach wäre 0., 25 zu berichtigen.) — Uebrigens haben die Schweidnitz er Juden, durch die Breslauer Vorgänge gewarnt, 1375 sich ausdrücklich verbriefen lassen, dass auf der Töpfergasse, wo die Synagoge stand, niemals ein Bordell errichtet werden solle, und dass niemals lüderliche Dirnen die Eriaubniss, sich dort einzumiethen, erhalten sollten. — Nach einer anderen Richtung hin durchbrachen Herzog Wlodko von Teschen (VIII, 2) und seine Gemahlin Margarethe von Cilly die Satzungen der Breslauer Synode von 1267, indem sie den Juden ihres Antheils an Gr.-Glogau am Sonntag nach Dreikönigstag 1450 in einem auf 12 Jahre verliehenen Freibrief ausdrücklich gestatteten, in den herzoglichen Badestuben zu baden um ihr Geld, und es streng verboten, sie dabei irgendwie zu beschämen. (Minsberg, Gesch. der Stadt und Festung Gr.-Glogau, I, 320; Bern dt, S, 10.) 0 Vgl. das Citat S. 23, N. 2. ומ״מ נתבו לב לדוחק הציבור שאין סיפוק ביד כל צבור וצבור ליתן שכד לש״ץ (2 מביםם• ותיקנו להם לגבות מאוכלי שלחן חתנים שלא ירע לבבם בתתם להם ספני הנאת ■שמחה ואכילה ושתייה .♦ ותיקנו להם שמחת פורים ומגבת פורים .♦ . ואם אתה תבטל -מהם מגבת הפורים ונדבות שמחת תורה ונדבות החתנים הנה ברוב מקומות. שבפולין -ורוסיא ואובגריא,- שאין ■שם׳-לומדי תורה מתוך דחקם< ושוכרים להם אדם מבין מאשר *מצאו־. והוא להם■ לשליח צבור ולמורה צדק ולמלמד . ♦ וישארו בלא תורה ובלא תפלה

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