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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1896-01-01 · 1896 · page 33

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1896
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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29 und Stockgässe 1)j in Troppau nahe beim RatiborerThor2), in Ratibor in der Wollenwebergasse3), in Glatz auf dem Rossmarkt und in der Sweidler- und Nonnengasse4), in Neisse in der Judengasse5), in Oppeln in der Adalbertstrasse6), in Freistadt in der Judengasse7), in Frankenstein in der Stockgasse und in der Kaldaune8), und in Strehlen in der polnischen oder Judengasse und der Judenquergasse9). Hier in der Abgeschiedenheit der Juäengasse, wohin in friedlicher Zeit der Spott und Hohn der andersgläubigen Zeitgenossen nicht drang, erbauten sich mitten unter den Stammesbrüdern die lieblos vom öffentlichen Leben und den Culturbestrebungen ihrer Zeit ausgeschlossenen, zu Wucherern entwürdigten Träger eines uralten Glaubens und Erben einer uralten Litteratur, ein ideales Reich, in welchem Jeder uneingeschränktes x) Tschoppe 11. Stenzei, S 251, Anm. 1. Schmidt, Gesch. Stadt Schweidnitz I, 157. 2) Biermann, Gesch. der Herzogthümer Jägerndorf und Troppau, S. 107. 3) Weitzel, Gesch. der Stadt Ratibor, 1. Aufl, S. 109. 4) Vgl. Urk. u. Reg. zur Gesch. der Grafschaft Glatz II, 538 323. (Der Jude Jacob verk. 1412 u. Isask 1472 ein Haus auf dem Rossmarkt); das. S. 540 (Der Jude Ruhen bes. 1413 ein Haus auf der Sweidlergasse); das. S. 75 (Nachman u. Benesch, Söhne des Hase verkaufen auf Geheiss ihrer Mutter Ades am 10. Septbr. 1415 ihr Haus auf der Sweidlergasse neben der Juden Hofstadt und Schule), das. 542. 546. (Die Jüdin Mosschel besitzt ein Haus auf der Pfaffenherggasse 1416, ebenso der Jude Mennel daselbst im Jahre 1419 20); das. 32, 445 450. (Der Jude Joseph kauft ein Haus auf der Nonnengasse im Jahre 1471, ebendaselbst 1491, Freitag nach Neujahr, der Jude Isaak ein Haus von Hanus Czeschwicz und im Jahre 1493 besitzt daselbst der Jude Menel ein Haus); das. 456 (Die Juden David und Meyhr kaufen ein Haus am Thumberge, 1493, Freitag vor Joh.). Als eigentliche Judengasse wird 1434 die Sweidlergasse bezeichnet. Das ergiebt sich aus dem Vergleich der Notiz a. a 0. II, 168 (wo ein Haus in der ״Judengasse nahe hei der Judenschule“ erwähnt wird) mit den Notizen II, 75 544 und 549 (wo angegeben ist, dass die Judenschule sich auf der Sweidlergasse befunden hat.) 5) Am 24. October 1416 verkauft der Neisser Bürger Michael de Strelyn sein Haus auf der Judengasse für 6 Mark an Johann Falkenberg (Staats-Archiv, Neisse, Kreuzherren A. 110, Nr. 149). 6) Idzikowski, Gesch d. Stadt Oppeln, S. 121. 7) Nach einer Urkunde im Archiv der kath. Pfarrkirche in Freistadt lässt die Wittwe Christine am 30. Juni 1504 auf ihr Haus in der Judengasse eine Geldsumme eintragen, wofür der Pfarrer für ihr Seelenheil zu beten hat. 8) Sommersberg, I, 216. 9) Görlich, Geschichte der Stadt Strehlen, S. 318. __!___-

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