Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1896
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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- Głogów 1× ep/1047915
- Niger 1× ep/1824046
- Wrocław 1× ep/1002369
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28 ihre Wohnung in unmittelbarer Nähe der Glaubensgenossen, mit denen sie weihevolle Erinnerungen und trostverheissende Hoffnungen und nicht zum geringsten Theil die Leiden der Gegenwart, die um der Beobachtung des göttlichen Gesetzes willen täglich zu ertragen waren, auf das innigste verbanden So sassen sie in Breslau meistens auf der jetzigen Ursulinerstrasse in dem Theil von der Stockgasse bis zur Schmiedebrücke1) und auf demjenigen Theil des Universitätsplatzes, der sich von der Schmiede- bis zur Schuhbrücke hinzieht2), in unmittelbarer Nähe der herzoglichen Burg, auf deren Grund sich jetzt das TJniversitätsgebäude erhebt, In Lähn befanden sich ihre Wohnungen jenseits des Galgenberges in der Nähe des rothen Steinbruchs3 4), in Löwenberg auf dem noch jetzt bekannten Judenplan י), ■ in Gr. Glogau vor dem Preussischen Thore in der Gegend, ״wo jetzt der evangelische Kirchhof mit dem benachbarten Zimmer- und Maurermeister Eckner’schen Zimmer- und Bauplatz anzutreffen ist“5), in Namslau in der Judengasse6), in Görlitz in der Judengasse und auf dem Judenring in der Nähe der Pilzlauben7), in Schweidnitz auf der Töpfer-Gasse, der Kupferschmiedestrasse ג) Die Ausführungen Oelsners, Schles. Urk, S. 16, 24 f. sind nach Markgraf, die Strassen Breslau’s nach ihrer Geschichte und ihren Namen, S. 225 zu berichtigen und zu ergänzen Die Notiz über die Brwähnung der Judengasse am 31. August 1347 zuerst hei Landsberger Zeitschrift f. d. Gesch. d. Juden in Deutschland V, 272. Ygl. ausser den von Landsberger bereits angeführten Stellen G. 1, 1 fol. 244 b. und G. 1, 2 fol. 85 b. auch noch G. 1, l fol. 319 b., d. d. Freitag nach Urban 1356, wo ein Erbe in der Judengasse erwähnt wird. 2) Die jetzigen Häuser am Universitätsplatz NNr. 15- 22 Messen im 18. Jahrhundert das Rabbinergässel, obwohl die Wohnung eines Rabbiners in jener Gegend noch nicht nachgewiesen ist. Gomolckens Umdeutung (1,19«) in Rebhühnergässel ist offenbar falsch. Ygl. Marggrafa. a. 0. 158. 3) Knoblich, Chronik von Lähn, S. 51. 53. 4) Bergemann, a. a. 0. S. .598. 5) Bern dt, Gesch. d. Juden in GivGlogau, S. 12 f: u. für die spätere Zeit das. S. 84 f. Vgl. auch Minsberg, Gesch. der Stadt und Festung Gross- Glogau I, 316. 318. u, die Urkunde im Liber niger No. 118, p. 401 vom 25. Juni 1440 u. das. p. 109 (nach der Abschrift im Staatsarchiv 2. Abth. No. 172, S. 599) vom 6. Mai 1484. 6) Vgl. oben S. 26, Anm. 8. 7) Neumann, Gesch. v. Görlitz, S. 141;;1 .