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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1894-01-01 · 1894 · page 32

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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26 Abraham Ibn Esra. Gegraben aus des reinsten Lichtes Eelsenland; Gehauen aus des ewigen Lebens Grundbestand, Entsprossen dem ihr überlegenen Wissensstand8; Die aus des Geistes Sphäre ihre Nahrung fand. Des wissensreichen endlos wie des Meeres Rand9. Er wird des Menschenleibes Haupt und Herrlichkeit19. 2. Mein Geist! Womit willst schützen du dich im Gericht, Wenn auf der Wage einst geprüft wird dein Gewicht, Da Gott gab deiner Hand ein Mittel klar in Sicht, Dass der Vernunft Gesetz du übest, treu der Pflicht, Und im Besitze deiner Kraft du rasest nicht, Noch untreu wirst der Lehr’, in der er zu dir spricht? — 0 Stirn! Ob meiner schweren Sünde Lastenschicht Sink’ hin gebeugt zu Boden, tiefbeschämt, voll Leid! מטהןבת אור נפןבה מצור1 החיים’חצבה2 בדדיעה מ;ה ^נבה3 0! מגלגל שכל שאבה חכמתו4 כים רחבה5 ויהי כגוית איש לראש" לוחי במה תנצלי יום על־כף משפט תצלי 5! ובידיך שים אלי פלי חקי שכלך שתפעלי ובמו־כחך לא תהבלי וכתורת פיו7 לא תמצלי מצחי מכבד מעלי 0־ השתוחח עד־ עפר ובוש vom Paradiese: והאדם החכמה שקראה שמות ,והוה כמשמעה הרוח החיה!בעלת התנועה! והכחעז המתאוה d. h. Adam ist allegorische Bezeichnung der denkenden Seele (VOÖ£\ die ja den Thieren Namen gegeben hat (1 Mos. 2, 20) [also der Vernunftsprache mächtig war]; der Name der ersten Ehefrau Eva, חוה ist nach seinem Wortlaute so viel wie חיה in der Bedeutung ״Lebensgeist“ zu nehmen, hezeichnet also die Mittelstufe der Seele, also auch [nach Aristoteles] der Thierseele, der die freie Bewegung zuzuschreiben ist; die Schlange bedeutet die begehrliche Seele, also (in Platonischer Fassung) die unterste Stufe der menschlichen Seele. lieber die drei Seelenstufen bei IE s. oben S. 23 A. 15 — In unserem Gedichte bedeutet in V. 4, dem Sinne der angeführten biblischen Worte Ijob 32, 8 gemäss, בישמת שדי רוח (V. 3) den denkenden Geist (V0Ö£) im Menschen, weshalb dann in Y. 5—6 der von Saadia festgestellte engere Sinn von חיה רוח Mittelstufe der menschlichen Seele, d. h. Lebensgeist•, ausdrücklich hervorgehoben wird, um dann diesen Lebensgeist, der auch den Thieren zukommt, in den folgenden Versen (V. 7—12) dem denkenden Geiste unterzuordnen. Uebrigens sind die in der angeführten Stelle des Pentateuchcommentars in Klammer eingeschalteten Worte בעלת התנועה von Munk, Melanges p. 166 n. 1 nach einer Pariser Hdschr. hinzugefügt worden. 1)ממקור Du. — 2) Nach Jes. 51,1. — 3) מידעה שגבה Du. — 4) חכמתה Du. — 5) Nach ljob 11, 9. — 6) Hier folgt bei Du noch aus V. 3 כשמת ישדי דררש, was aber nur die Wiederholung des aus V. 3—4 bestehenden Refrains andeuten sollte. — 7) פיך E. — 8) Der Lebensgeist als Mittelstufe der menschlichen Seele ist ein Lichtausfluss (eine Emanation) der Denkkraft, welche die oberste Stufe bildet. So sagt IE auch in der allegorischen Deutung des Paradieses und Zubehörs (סוד הגן) im gangb. Comm. zu 1 Mos. 3, 24 כי מאור הישכל יצא החפך d. h. aus dem Denkvermögen der Seele, welche selbst ein Strahl des Weltgeistes (ישכל, VOÖC1 im neuplatonischen Sinne) ist, ging das Vermögen der willkürlichen Bewegung (החפץ) hervor, womit die in den Thieren schon auftretende Lebenskraft bezeichnet wird, der nach Aristoteles nicht nur die Empfindung, sondern auch die freie Bewegung zukommt, weshalb dieselbe bei ihm sowohl a!afl-fp:׳.x6v als auch zivYjxwtöv %a׳ca totcgv und bei ibn Esra zu Koh. 7, 3 בעלת התנודה ההולכת ממקום למקום heisst. Ebenso sagt Ibn Esra im fragm. Comm. zu 1 Mos. 2, 7 S. 36 ed. Friedländer: ואחרים אמרו שטעמו שנפש חיה היא בכה הנשמה בי הרוה והנפש אצלם השם מה כ שט; die weitere Ausführung das. zeigt, dass IE dieser von ihm angeführten Ansicht, dass die zwei untersten Stufen der Seele Emanationen der obersten Stufe sind, sich anschliesst. Vgl. noch Diwan ed. Egers S. 30 No. 89 V. 11—16 und S. 47 No. 123 V. 17—20! — Diese Parallelen bezeugen beiläufig, dass Senior Sachs in 1 התחיה S. 6 unten girrt hat, indem er den Ausdruck החפץ im gangb. Comm. zu 1 Mos. 3, 24 auf den göttlichen Willen im Sinne des Salomo Ibn Gabirol bezogen hat. — 9) Die denkende Seele des Menschen ist selbst ein Theil der Weltseele (כשמת הכל Comm. zu Ps. 22, 21; הנישמה העליונה ישהיא נישמת השמים zu Ps. 49, 16; המלאכים zu Ps. 73, 24 und zu Dan. 2, 11), einem Lichtstrahle vom Himmel vergleichbar (zu Dan. a. a. 0.), welche Weltseele ihrerseits wiederum eine Emanation des Weltgeistes (שכל V. 10 VOÖc) nach den Neuplatonikern ist. — Die ״Sphäre des Weltgeistes“ in V. 10 ist Salomo Ibn Gabirol (Lebensquelle IH. 42; Königskrone in dem Stücke מי יבין סודות נוראותיך) entlehnt, ebenso das unbegrenzte Wissen des Weltgeistes nach Lebensqu. HI, 19. — 10) Dem denkenden Theile der Seele ebtihrt die Herrschaft und der oberste Rang.

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