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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1894-01-01 · 1894 · page 27

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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Fromme Selbst- und WeltbetiracMimg. 1. Ich sinne meiner Seele nach, um zu entdecken Ihr Wesen, ihren Begriff nebst Ursachen und Zwecken. So, dacht’ ich, bleib’ ich treu auf des Gedankens Strecken Und ist mein Lebenshauch von meinem Geist bewacht8. 2. Im Wesensgrund der Welt seh’ ich sodann entstehen Gebilde wundersam, die kommen und vergehen 9. So weiss ich, dass durch Schöpfung nur es kann geschehen10. Heil dem, dess Auge dies zog ernstlich in Betracht! 3. Mein Denken treibt mich dann, die Forschung zu erkiesen Nach Gott. Doch ist ja längst sein Dasein schon erwiesen. Die Welt als sein Geschöpf, als Schöpfer er gepriesen. Und zeitlos wird dies Schaffen aus dem Nichts gedacht11. את־ לבבי אתנה לדעת מה¬ 7 : T ־ ־•־ : T ־ ־ ־ 5 נפשי ואיבה אני ולמה ועל1־ מה ־ J ־ ־. “ T T : * *: T : ־ T חשבתי לאחוז ךך־ך מומה ועל־מחנה שבלי רוח2 חונה : ־־ ־ :־ - ־ : * ־ T בעצם העולם3 אראה פלאים : * ״ T t V : V T T מרךים4 יתחדשו5 יוצאים ובאים . 10 ואדע באמת בי הם נבראים אשת אנוש אשר בזאת עינו פונה» רעיוני יעירוני עוד לב?ןש מה הבורא, כבר נודע כי־ יש והעולם מחדש והוא המחדש 15 וכל־בריאהבלי־זמן ובלי־ישבוננה7 1) על D. — 2) שכל רוחי D. — 3) K011. 3, 11 nach einigen Erklärern. — 4) מקדם T. — 5) מתחדשים D. — 6) סוכה fehlt hei d. — 7) 1 בלי זמן ובכל עת ועוכה). — s) רוח bezeichnet seit saadia bei den Religionsphilosophen, wenn das Wort im engeren Sinne als besonderes Seelenvermögen gebraucht werden soll, den Lebensgeist oder die Thierseele, während כ2ש das Begehren, auch die Pflanzenseele, כשמה aber das Denkvermögen des Menschen (vOYjTC/.OV, VOÖ£, שבל) bedeuten soll (Saadia, Etmmot VI2 S. 65 a ed. Berlin; IE zu Kohelet 7, 3). Näheres s. unten S. 23 A. 15. — 9) Alles in der Welt zeigt uns nach Aristoteles ein Grundwesen (Substanz, ODGta) und was demselben zukommt (Accidenzen, CüfxßsßyptoTa). — 10) Die Unterscheidung einer Materie als Möglichkeit des Seins und einer hinzutretenden wechselnden Form, um das Sein zu verwirklichen, hatte Aristoteles zur Annahme einer Gottheit geführt, die als letzte Ursache aller Veränderung und Bewegung gedacht werden müsse. Nur sagt IE für Materie ״Substanz“ und lässt so auch an anderen Stellen alle Dinge aus Substanz und Form (עצם וצורה) bestehen (s. oben S. 15 A. 10 und Bd. I S. 42 A. 13). Ferner verwechselt er die das Ding erst herstellende Form mit den Accidenzen!מקרים) an dem schon fertigen Dinge (Exkurs zu 2 Mos. 26, 1 im gangb. fomm.; ספר השם VIII Anfang), was Abraham Ihn Daud {Emmi. rum. S. 11 Z. 15 ed. Weil) an Salomo Ihn Gabirol tadelt. Schon Bach.ia (Eerzenspflichten I 6 S. 52 ed. Jellinek) hatte die bei Aristoteles auseinander gehaltenen zwei Eintheilungen für einerlei gehalten, während der Kalam (nach Maimonides, Mor. I 73, S) die Unterscheidung von Materie und Form verworfen und nur die von Substanz (d. h. bei den Mutakallimun: Atomen) und Accidenzen aufrecht erhalten hatte. — 11) Einer Schöpfung aus Nichts im gewöhnlichen Sinne des Ausdrucks widerstreitet IE an verschiedenen Stellen seiner Schriften. Die Engel und Himmelskörper nämlich sind nach ihm ohne Anfang und ohne Ende (beide Comm. zu 1 Mos. 1, 14; Comm. zu Ps. 148, 2. 6 und zu Dan. 11, 2), sind jedoch abhängig von Gott und bestehen nur als Ausströmung Seiner Daseinsfülle (Excurs im gangb. Comm. zu 2 Mos. 3. 15 רכל זה העולם!העליון של המלאכים] כבוד וכלו עומד ... רק מעמדו איבכו בעצמו רק בשם הככבד לבדו). Die in der heil. Schrift berichtete Schöpfung aber war nach IE auf die sublunarische Welt beschränkt und bestand lediglich in der Begrenzung und Formgestaltung eines bereits vorhandenen Urstoffes (beide Comm. zu l Mos. 1,1; vgl. ob. S. 12 A. 6); erlehrte also ungefähr eine Weltbildung, wie sie damals dem Plato nach Timaeus p. 28 BC und Aristoteles Phys, VIII 1 zugeschrieben wurde (Maimonides, Mor. II, 13; vgl. dagegen Zeller, Ph. d. Gr. II4, l S. 728 ff). Jener unbegrenzte Urstoff enthielt vor Gottes formgebender Einwirkung nur die Möglichkeit, nicht die Wirklichkeit des Daseins und wird in diesem Sinne an unserer Stelle ei n (relativ) Nichtseiendes genannt, wie schon Plato, Aristoteles, Philo und Plotin die Materie als jjl7] 0V, OXSpY]und ähnlich, Salomo Ihn Gabirol als ההעדר [Lebensqn. V 32. 37) bezeichnet

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