Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1894
- Date
- 1894-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2720904-2720983--20-2724414- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Des Menschen, des Löwen Gestalten in Eeih’n Und des Adlers und des Stieres Bild im Verein 1. מהם פני אן־ם פני אך־יה פנ”נשר ועזור 11. Gott and Welt ia Zahlen gefasst, Schlussstiick (Silluk) für das Minchah-Gebet des Versöhnungstages, nach einer Abschrift aus einem Mskr. in Parma, die ich Dr. Berliner verdanke (JB), nach einer Abschrift aus der Medicea cod. 42 in Florenz, die mir Prof. Lasinio das. gütigst angefertigt hat (L) und nach den freundlichen Mittheilungen Haiberstam’s in Bielitz aus einer Handschrift (H) und dem Machsor Catalonia (C), mit Varianten aus טעם זקנים s. 77 von Elieser Aschkenasi, Erkf. a. M. 1854 (A), welcher Abdruck sehr fehlerhaft ist, und aus dem von Dukes besorgten Abdrucke im Literaturblatte des Orients 1846 S. 486 (D). Das Gedicht besteht aus sechzehn Zeilen mit je 8—11 Silben und hat das Akrostich אברהם בן עזרא חזק• Nur Er ist eins, gestützt in Nichts aufs Werk, das nach ihm ward benannt. Er trägt’s. Ging’s auf in ihm nicht: nimmer käm’s hervor aus seiner Hand9, Verherrlicht durch der Seiten zwei1®, die er der Welt geheim umwand. Er setzte in der Dreien Mitte seines hehren Namens Band11. Mit vier geschmückte Diener12 melden seiner Wunder Fortbestand. In fünf hat weise er gefügt der vielen Laute Klassenstand19. Die Edelform der Sechs erhob er zu des Sechsseits Flächenrand14. אחד לבדו באין סמוך על־נרךאו* 2 0' :־תמך3 אם־לא באהו4 לא עאו5 * * רומם עמי פנים» והוא סוד נבראו : *־ T ־ * : T הושיב באמצע שלשה שם מוך־או 5 משךתיד אך־בע8 מודיעי פלאו בחמשה יסוד האותיות המציאו נעם שש בשש פשוטות נשאו 1) Es sind die Cherube oder ״Thiere“ in der Vision Ezechiels (Ezech. 1, 5. 1(P, worunter IE die Sternbilder versteht. Vgl. oben S. 11 Anm. 14. — 2) מקראו D. — 3) Nach Ps. 41, 13; בל יתמוך AD. — 4) באתו AH; Construktion wie z. B. Ps. 35, 8. — 5) Nach Jer. 10, 20. — 6) שני פעמים A gegen Sinn und Genus. — 7) משרתיו ABL. — 8) ארבעה A. — 9) Die Welt, mit Allem in ihr nach Gott benannt, d. h. als Werk Gottes (מעשה יי u. ähnlicn) bezeichnet (V. 1), ist nach der neuplatonischen Philosophie, der unser Dichter im Wesentlichen folgt, ein Ausfluss göttlicher Kraft und hat nur soviel Dasein und Bestand, als ihr aus Gott zuströmt. Mittelbar ist so in Gottes Dasein die Welt mitgesetzt; sonst könnte sie aus ihm nicht emaniren (V. 2). Folglich kommt nur Gott allein (!לבל) das wirkliche d. h. unabhängige Dasein zu; es kann kein anderes durchaus selbständiges Wesen neben ihm als Anlehnung oder Stütze gedacht werden (V 1)• — 10) Substanz und Form (עצם וצורה) sind nach Vf. (wie nach Salomo Ibn Gabirol) die einfachsten Bestandtheile aUer Wesen in der Welt; s. oben Bd. I S. 42, A. 13. — 11) Der vierlautige Gottesname יהוה ist aus den drei Lauten יהו gebildet (Sefer jesirah 1, 11; Diwan ed. Egers S. 47 No. 123!). — 12) Die vier Cherube oder ״Thiere“ mit vier Gesichtern und vier Flügeln am Gotteswagen in der Vision Ezechiels 1, 5. 6. — 13) Die hebräischen Sprachlaute zerfallen nach den Sprach- Organen in die fünf Gruppen גיכ״ק ,אהח״ע u. s. w., wie bereits in Sef. jesirah 2, 3 bemerkt wird. — 14) Sechs Dimensionsflächen gehören zu den drei Dimensionen der Körperwelt {Sef. jesirah 1, 12; vgl. ספר האחד ed. Goldhardt, Odessa 1867 S. 56). ■Mit נועם שש will Vf. wohl andeuten, dass Sechs eine regelmässige Zahl (1חשבון שח־) sei, weil es der Summe seiner Faktoren gleichkomme, nämlich 6 1 -f-2-f-3; s. Exkurs des gangb. Comm. zu 2 Mos. 3, 15 und Sefer haschem Kap. 3 gegen Ende. Bei Euklid IX, 36 heissen 6, 28, 496, 8128 und alle Zahlen mit der erwähnten Eigenschaft vollständige (xskstot) Zahlen, wogegen IE den entsprechenden Ausdruck חשבון שלם der Zahl Sieb en vorbehält (יסוד מספר ed.Pinsker S. 161). Bei den lauteren Brüdern (Dieterici, Propädeutik S. 7.8) heisst Sechs eine vollständige Zahl, weil sie eben der Summe ihrer Faktoren gleich ist, und Sieben heisst vollkommene Zahl, weil sie eine gerade und eine ungerade Zahl in sich vereinigt, nämlich 2־f-5 — 3-f-4 ist.