Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1894
- Date
- 1894-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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JEw/eZ Himmelskörper. L0V Gottes m dev ganzen Natur. 13 Des Mondes Räthselgang, der Aller Augen sich stellt dar, Wo Eäder ungleich fahren1, Getreue Zeugen der Macht, die wir. erfahren. 0־ סור הלבנה לעין כל עלה על־ מכונות שינים להיות לעדים לאל נאמנים Nachbemerkung zur Erläuterung des Inhalts. Als der heilige Gott der Schaaren (Jes. 6, 3) wird der Schöpfer, wie auf Erden von Israel, so in den Himmelshöhen gepriesen (Eingangsstrophe), nicht von den Engeln allein (Strophe 1), sondern auch von den Planeten (Strophe 2), den sämmtliehen Himmelssphären (Strophe 3) und insbesondere in der der Erde nächsten und auf ihr unmittelbar wahrnehmbaren Mondsphäre (Strophe 4), inwiefern sie alle Zeugniss von Gottes Grösse und Weisheit geben. 9• Lob Gottes in der ganzen Natur, Mocharach für das Schlussfest nach einer Abschrift des Prof. Kaufmann (E) und nach einer anderen aus dem Jemen-Codex B des Oberrabbiners Dr. H. Adler in London (B), unter Mitbenutzung der Abdrücke im Diwan ed. Egers S. 14 No. 53 (E), in דברמל I S. 5, mir mitgetheilt durch Dr. Ehrlich in Riga (Ea) und im Anhänge zu שפת יתר ed. Lippmann S. 35a (Li). Zunz, Literaturgeschichte S. 208 H 1 charakterisirt den Inhalt mit den Worten: ״Die Schöpfung verkündet den Schöpf er.;i Näher werden als Zeugen Gottes vorgeführt: a) die Himmelssphären (Str. 1), b) die Elemente (Str. 2), c) die Erde und ihre Geschöpfe (Str. 3), d) der Mensch (Str. 4). — Versmass: יתד ושתי תנועות im ersten Gliede, שתי תנועות ויתד ושתי תנועות (Versmass 4, Bd. 1, S. 8) im zweiten Gliede jedes Verses; die zwei Glieder sind stets durch ein Wortende (Diärese) kenntlich goschieden. Der Eingang besteht aus zwei reimenden Versen, die darauf folgenden vier Strophen sind fünfzeilig mit den Reimen 3 a 2 A. — Akrostieh אברם• Den Namen Gottes lasst voran uns jedem Worte schicken7, So lang’ ein Lebensodem darf uns Leib und Seel’ erquicken! 1. Sein Glaube zeigt seines Wesens Gehalt8. Wer könnte erfassen seines Geistes Gestalt‘? An den Himmeln sind Zeichen seiner Schöpfergewalt. Es laufen ihre Schaaren durch die Balm vor unsren Blicken; ״Hier seht ihr Gott P so lehren sie mit schweigendem Entzücken. בשם אל חי הניון לשוננו בנער רוח חיים באפינו אמונתו תראה תמונתו2 1.־ T : V : - T ומייובלבאעד־תכונתו3 5 בשמים אותות פעלתו4 צבאימו רצים לעינינו : t ״ ז ־ : " - דורנו5 הנה אלו־זינו6 \ * " ד; 1) Die Mondbahn weicht von der Ekliptik um 5° ab, ausserdem wurden seit Claudius Ptolemäus Epicykel für den Mond wie für die Planeten angenommen. Ygl. z. B. Ibn Esra in Jesod Haibbur fol. 3 a unten ed. Halberstam. Lyk IS74. — 2) אמונתו BKa. — 3) תלונתו B; תכליתו Li, wo als Vermuthung תבונתו vorgeschlagen wird. — 4)תבונתו BEKa; תכונתו u. — 5)ויורינו K \ ויאמרו u vermuthend. — 6> jes.25,0. — 7) Die im Koran (Sur. 1) begründete arabische Sitte, jedes Schriftwerk im Kamen Gottes zu beginnnen, fand in jüdischen Kreisen Anklang und Nachahmung. — S) Der Glaube an Gott, den die Religion zufolge überlieferter Offenbarungen lehrt, leitet den denkenden Menschen zur Gotteserkenntniss, soweit dieselbe dem Menschen erreichbar ist. Hiernach hat das Suffix iu אמונתו objektive Bedeutung und ist auf Gott zu beziehen, nicht, wie D u k e s bei Lippmann iu שפת יתר S. 35 a Anm. 3 will, auf den Menschen bezüglich.