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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1894-01-01 · 1894 · page 9

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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…/2720904-2720983--08-2724402
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Bei Gott ist Erhöhung und Hülfe. Bei Gott ist Lieht und Heil. 0 ,יי Gott und Herr! Du meine Macht! Dein Nam’ ist meine Lust, hat Freude mir gebracht. 1. Dich such’ ich in des Nothstands Engen, Dich lind’ icli hülfreich, wenn sie drängen. Und fürchte nicht des Volkes Mengen. Mein Eigenthum bei Tag’ und Nacht Bist du, der stets das mir beschied’ne Theil bewacht. 2. 1111 Ungemach ist reich dein Segen, Schützt' deinen Knecht auf allen Wegen; Und, schmacllt* ich betend dir entgegen. So giebst auf meinen Ruf du Acht, Mein Gott, und hast des Busses Stand mir frei gemacht. 3. Erweise deinen Trauten Gnade, Die bau’n auf deines Mitleids Pfade, Ertlehen Heil vor deiner Lade! Wer hellet auf der Trauer Nacht, Wenn du nicht? Wer ist mir auf Rettung sonst bedacht? 4. Lass’ dich herab zu meinem Leide! Eicht’ auf die Heilstatt meiner Freude Dass Lästrer ich, wie einst, beselieido: ,,Ob auch in finstrer Kerkernacht Ich weilte: stets war Gott mein Licht in Dunkels Schacht‘* * * 4. אל «1חים חילי1 שמך משושי ושימהת נילי2 אקראך ממצרן צרה« אמצאך שם לעדי טזחז 5 מרבבות עם לבלתי אירא4 לעדי־עד חבלי אתה ותומך מנת גורלי5 ברבות תלאות המון חסדך נבר ועצם עלי עבדך <״ תמיד ועת אעטוף נגדך6 תאוק אל־קולי אלי, ותעמיד במךחב רגלי 7 ד>ךאה לץ־עי שמך8 צדקתך הבטחים על־המון חמלתך 5! הם שאלים ישעך ופדותך מי יש מח אבלי זולתך אל9 ומי זה גאלי מרום מעונך לעניי תפנה ובחסדך בית דבירי תבנה 20 ולחיךפי הן10 במאו אענה11 אם־־במסנר אפלי אשב בחשך ץ12 אור לי13 3• Dankbekenntniss. Bakkaschab, mitgetheilt von Egers in Graetz’s Monatsschrift 1880 S. 429; den Anfang führt Ibn Esra selbst in Zachot 10b als Beispiel des Versmasses 5 l) Nach Clial). 3, 19. — 2) Ps. 43, 4. — 3) צורה K. — 4) Nach Ps. 3, 7. — 5) Nach Ps. 16, 5. -י 6) Nach Ps. 61, 3 und 88, 2. — 7) Nach Ps. 31, 9. — 81 Diese neuhebr. (eig. aramäische) Vokalisation dient auch den spanischen Dichtern im Falle des Bedürfnisses zur Aushülfe für die Herstellung des Metrums. — 9) זולחך אין K. — 10) Vielleicht ist vielmehr p zu lesen. — H) So vermuthe ich für העבה bei K. — 12) In der Handschrift ist der Gottesname, wie nicht selten, ייי geschrieben. Eigentlich sind es zwei Jod neben einander und in deren Mitte ein etwas höher zu denkendes Jod. Die vielfach versuchte Erklärung, an der sogar die Mystik sich betheiligt hat (s. Samuel Ibn Zar za in seinem Mekor chajiin zu 3 Mos. g. E, Polak ’s Dip הליכות S. 68 und dessen גרני p S. 63 f, auch Kobak’s Jeschurun IH S. 96 f und Steinschneider in Berliners Magazin 1892 S. 84) bietet keine Schwierigkeit. Fm nämlich den vierbuchstabigen Gottesnamen nicht zu schreiben (wie inan ihn aus Pietät nicht sprach), kürzte man denselben ab, indem man dessen ersten Buchstaben Jod setzte, aber nicht Ein Mal, sondern zum Unterschiede vom Buchstaben Jod und von demselben als Zeichcu für Zehn, zwei Mal mit dem üblichen Haken (A) darüber, der die zwei Jod als ein zusammengehöriges Zeichen charakterisiren sollte. Dieser Haken entwickelte sich zum dritten Jod, aber auch zum Waw; denn die Karäer schreiben den Gottesnamen יוי, wie er auch in der Hdschr. aus Jemen erscheint. — 13) Mich. 7, 8. 1*

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