Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1891
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 65)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
- Rashbam 1× ep/1002820
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0;־'stark' 'iltn! da uns. er!Ein Tanna nea erstand *. פפתניתא* Nachbemerkung. Wer ist nun Verfasser dieses Gedichtes und wessen Einzug in seinen Rabbinatssitz wird hier gefeiert? — Sprache, Geist und Versbau weisen auf einen spanischen Dichter von der Meisterschaft Abraham lbn Esra’s hin. In .dieser Hinsicht wäre also gegen die im Eingänge mitgetheilte Ueberschrift des Gedichtes nichts einzuwenden. Nur kann IE Rase hi bei dessen Einzug in Troyes allerdings nicht begrüsst haben, da er im Todesjahre Raschi’s (1105) etwa 13 Jahre alt war und noch in Spanien lebte. Allein die Angabe, dass das Gedicht sich auf Raschi beziehe, scheint nur aus Z. 19. 20 gefolgert zn sein und auf der unerwiesenen Annahme zu beruhen, dass der Name Parsehandata von vorn herein auf Raschi angewendet worden sei, was nach S. 224 A. 9 gar nicht nothwendig ist. Wer sollte übrigens der spanische Dichter sein, der schon vor IE oder gar in der Blüthezeit Raschi’s in NordfFrankreich geweilt hat, ohne dass uns die geringste Kunde von dieser merkwürdigen Thatsache sonst erhalten wäre? — Bedenkt man dies, so folgt hieraus, dass die Entstehung dieses Gelegenheitsgedichtes überhaupt nicht in der Zeit vor IE gedacht werden kann. Gegen IE selbst als Verfasser dieses Gedichtes giebt es keinerlei Bedenken, sobald es gelingt, den hier Gefeierten als eine geeignete Persönlichkeit unter seinen Zeitgenossen nachzuweisen. Nun ist der einzige in diesem Gedichte nicht allegorisch, sondern klar ausgesprochene Name in Z. 11.12 enthalten, nämlich Samuel aus Ramah, d. i. der Prophet Samuel, mit dem der Gefeierte sicherlich nicht ohne Anspielung auf seinen eignen Namen verglichen wird (S. 223 A. 7). Das führt uns aber auf Samuel b. Meir (Raschbam), der ausRamerü, seinem Geburtsorte, nach Troyes, dem ehemaligen Rabbinatssitze seines verstorbenen Grossvaters und Lehrers Raschi berufen ward (wie in 29 § תשובות מהרש״ל zu lesen ist; wie ferner laut gütiger Mittheilung Halber s tarn’s an mich vom 31. Januar 1882 in einer seiner Handschriften die zwei Brüder RSBM und R. Tarn unterzeichnet sind als יעקב בה״ר מאיר מרמרוג 4שמואל בד,"ר מאיר מטריש , wo מטריש verderbt ist aus מטרויש d. h. aus Troyes). Abraham Ihn Esra, den die Handschrift ohne erkennbare Schlussfolgerung, wahrscheinlich also auf Grund einfacher Ueberlieferung als Vf. des Gedichtes nennt, hätte hiernach seinen berühmten und etwas älteren Zeitgenossen RSBM bei seinem Einzuge in Troyes gefeiert. So erst tritt Einzelnes in ein helleres Licht. Wenn der Pentateuch-Commentar des hier verherrlichten Mannes in Z. 17 gerade פירוש נורא genannt wird, so scheint neben der Bewunderung und Anerkennung, die in anderen Ausdrücken wie פירוש עמוק ,פירוש נפלא und dergleichen sich klarer bekundet hätte, hier noch etwas von dem ersten Eindrücke durch, den die Kühnheit dieses Commentars bei seinem Bekanntwerden auf IE gemacht hatte (s. meine Abhandlung ״R. Samuel ben Meir als Schrifterklärer"» Breslau, Köbner 1880 S. 76 und meine Ausgabe des פירוש התורה אשר בתב רשב״ם, Breslau, Schottlaender 1881, Einleitung S. XXXI f.). Während jedoch IE bei näherer Kenhtniss den Commentar im Uebrigen schätzen und anerkennen lernte^ könnte die Nachwelt sich mit dem ״kühnen“ Commentar, wie es scheint, nicht 1) So ist nach Reim und Sinn zu lesen. מתנו S;מתני G. — 2) המתניתא G. — 3) Seine Autorität / ist so. gross, wie die der Lehrer, welche in der Mischnah angeführt werden. . *30 . ' . . .־־'• - \ x \ , X