Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1891
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 64)
- Language
- German
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Blinden׳ Ben Durstigen labt selmell Des süssen Honigs Quell, Den er im Meister fand. 5. Verblüffend wirkt fürwalir feein Toraü-Commentar. Drum ihn der Unsern Schaar Parschandata genannt9. 6. Sein Buch ist Auskunftsort Für jedes Fragers Wort, In Israel hinfort Als Ausgleichsstatt bekannt. 7. Welch Deuter voll Gewicht! Er dringt durch Wände dicht, Und Gottes heimlich Licht Durchschaut sein Blick gewandt. & Des edlen Wissens Schacht Hat er sich frei gemacht. Drum auch des Lehramts Macht Ziemt seiner weisen Hand. 9. Du, Gottes Engelheer, Das ihn umschwebt zur Wehr, .,to 5! צפת מימי מתקר עתה פרוע נורא שם לתורה על־כן נקרא <« פרשן זיתא ספרו' גואל אל־־כל־שואל ובישראל הוא תו־צתה 25:קיר * 1 * 3פותר בקיר חותר עינו סתר יה ראתה T T T T הנמכה4 נשם] לו ערוכה5 * T ד G גם ממלכה לו יאתה 30 מלאןד קונה7 אצלו חונה8 jährlich seinen Geburtsort Bamah verliess, um Israel za richten (1 Sam. 7,16 f), so ist auch der Gefeierte zur Verwaltung des Babbinats and Bichteramtes in seinen neuen Wohnsitz eben aus dem nordfranzösischen Bamah eingezogen. 1) Der Reimvokal deutet auf diese Schreibung und Lesung statt סומא in der Hdschr. Wir hätten hier sonach die neuhebr. Maskulinform סמה,geblendet (ohne מ im Anfänge wie 2] אכלMos. 3, 2]; Feminin: היא סופה, אשה סומה באחת מעיניה (Levy, Talm. WB unter סומא g.E.). Das aramäische סומא Ist männlich und weiblich gleichlautend. — 2) DesBeimes wegen verlängerte Form des Stadtnamens תרצה (Jos. 12, 24; 1 Kön. 14,17; HL 6,4) mit dem Nebensinn der Schlichtung und Ausgleichung nach der Bedentung der Wurzel חקי im Aramäischen. — תרצתא S. — 3) Jer. 31, 20; יקר G. — 4) So lese ich fdr das dem Versmaasse widerstreitende הנסוכה in der Hdschr. uud folge hierbei der Stehe Spr.8, 23, wonach mit dem Worte die Wissenschaft oder Wusheit (das. V. 12) bezeichnet wird, welche mit Gottesfurcht und Sittlichkeit verbunden ist (V. 13) und nach agadischer Auffassung (Pesach. 54 a, 87 b) mit der Go tteslehre zusämmenfällt. — s)ערובה S. — 6) Das Lehr- und Bichteramt in Israel wird übertragener Weise als Herrschermacht, מלכות, bezeichnet z.B. in hob. Berück. 48b. 64a und sonst. — 7) D.h. קונה שמים וארך (1 Mos. 14,19.22), also Gottes; — מלאך קונה steht also hier des Beimes wegen für מלאך יי (Ps. 34,8). — 8) Nach Ps. 34, 8. — 9) Der Eigenname persischen Ursprungs (Esth. 9, 7) wurde witzig als eine aramäische Zusammensetzung in der Bedeutung ״Gesetzeserklärer1 ('gebraucht und auf den in diesem Gedichte Gefeierten angewendet. Nach dem Wortlaute zu urtheilen, hätte der Dichter dieses Witzwort im Volksimmde bereits vorgefanden. Es ist jedoch möglich, dass er hiermit nur den Schein vermeiden wollte, als ob er mit diesem Namen eine boshafte Anspielung auf Ham ans, des Judenfeindes, ältesten Sohnbeabsichtigte, während doch der Name in weiteren Kreisen, der witzigen Umdeutung wegen, so gefiel und Sb harmlos genommen wurde, dass gar bald Parschandata als Witzname für den volksthümlichen und i^imsten Schrifterklärer, Bas chi, in Umlauf kam und blieb, wie der bekannte Vers zeigt, denMoseh Ibn Danän bei Asulai 1 שם הגדולים p.פג b ed. Wilna anführt; כל פירושי צרסתה,השלך לאשפתא, חוך מפרשנדתא, ויק פורתא. ..;,