Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1891
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
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ISO.Heunundzwaiizigstes Rätlisel (E S. 9 No. 46). Versmaass 11 (S. 11): ותנועה דתד ותנועה Ich gebe Jünglingen gelehrt ein Eathsel auf, der Dichtkunst werth* 1 * * 4. Wer ist der Gottesmann, der nicht stets Götzenmann ist umgekehrt5? Der einsam im Palast6 als Fürst im Finstern thront, des Lichts entbehrt, Vereinsamt, bruder-, kinderlos7, ein Held, der Heeren siegreich wehrt8? Steinhart verhegen Mauern ihn in Reihen, mehr denn Goldschmuck werth 9. Der Thore Flügel10 schliesst mit Kunst er, die der Riegel ganz entbehrt. In sie am Sabbat Zufuhr schaffen wird durch der Weisen Spruch gelehrt11, Um, wie mit Palmen, rings den Schwung mit Fleiss zu üben unverwehrt 12. Sein Haupt13 bewegt er frei, am Fuss14 mit Wurzeln, Bäumen gleich, bewehrt. So ist er saftig15, wie Gehölz am Quell gepflanzt und wohlgenährt. Ob zart auch, ist er Mann des Worts16, ob klein, als thatenreich bewährt. Bald streckt er, bald verkürzt er sich und gleicht dem Gaukler kunstbewehrt. .שתי תנועות דתד אחוד לבנים אצילים דוירה בדך־בי משלים מי *יש *ofh אשר לא בל־עת ועת איש אלילים מלך באו־מון לבדו ישב בתוך מאפלים נפרר בלי־׳אה ולא־־בן בבור ינבר דדלים חומות אבנים סביביו שורות1 ב® לא ממלים * \ : T : דלתי שעריו בחכמה בבלי בריחים נעולים משא להביא בשבת בהם וצוו פלילים מצות נטילה בלולב2 לשמור ברב מעללים ראשו ברוחו ינופף שך־שו במטע3 אשלים חה לעולם בעצים 1 על משנים שתולים נער והוא איש דברים ך!טן והוא רב־פעלים עת ואריך עת יקצר נפשו במו איש התלים wie 2 Mos. 24,14; 32,26; Richter 7, 3 und sonst hat. Geläufiger als עם מי ,wäre die Constraction במי in der oben A. 14 angeführten LA nach 1 Mos. 41, 38, weshalb denn auch diese LA nur verdeutlichende Correctur sein mag, wenn nicht fälschlich מי gelesen woiden ist. Zur Sache vgl. oben S. 177 Z. 196—217. 1) KD S. 152 2u No. 46 für שירות bei E. — 2) בלולב E. — 3) במעט E. Diese Mer nothwendige Aenderung giebt auch schon Porges Htsschr. 1887 S. 275. — 4) KD das.: ״Unzweifelhaft ist die Zunge gemeint. — 5) Die Zunge ist Sprachorgan und insofern der Mann Gottes, des ,,Redenden“ (5 Mos. 4, 33: השמע עם קול אלהים מדבר); aber nicht immer, vielmehr nur selten, der Sprache beraubt, stumm, und insofern der Mann der als ״stumm“ bezeichneten Götzen (Haback ■ 2,18: 6 — .(אלילים אלמים) Im Munde. Vgl. oben S. 125 Y. 18. —?) KD S. 152 vergleicht bereits zutreffend das Gedicht ״Streit der Sinne*‘ (oben S. 125) V. 18 und 20. — 8) Die Macht des "Wortes erweist sich oft als wirksamer und erfolgreicher denn die Mittel äusserer Gewalt. Ygi. oben s. 125 v. 19.20: והחיים והמות בידי... ואנכי לבדי איש דברים• — 9) Die Zähne. — 0נ) Die Lippen. — 11) Jede Zufuhr zu anderen Pforten ist am Sabbat verpönt (Jer. 17,21. 24.27; Neh. 13,15 ff); aber diesen Pforten, den Lippen, Lebensmittel zuzuführen ist von den Weisen der Vorzeit als zur Feier des Sabbats gehörig geboten (bab. Schabb. 118a). — Vgl. schon KD S. 152. — 12) Damit die Zunge am Sabbat sogar, wie der Palmenzweig am Hüttenfeste, soweit dasselbe nicht auf einen Sabbat fällt, Mn und her schwinge, um vielgeschäftig dem Kauen und ScMingen Vorschub zu leisten. Vgl. ob. s. 125 v. 22 von der Zunge: 13 — .ואהפוך מאבל להיות לעזר לשנים ויגזר גזרים) Die Zungenspitze. — 14) An der Zungenwurzel. — 15) Durch den von den Schleimdrüsen der Zunge abgesondertem Schleim. S. Kaufmann, Die Sinne S. 158 A. 2. -16 •י) Vgl. oben S. 125 V.20. 29