Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1890
- Date
- 1890-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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'-(iärku£;V^ nach‘: kurzetj siegreicher Concurrenzmit der Dyjiernfurter Druckerei, ein Kalender aus der damals neuen Officin des Loebel Sulzbach in Breslau. Das * Titelblatt desselben ist völlig gleich dem des bisher in Dyhemfurt gedruckten Kalenders. Es erscheint auch hier Meier Komick als Verfertiger, und das Titelblatt bleibt bis zum Jahre 1820/21 gänzlich unverändert. Mit dem Jahre 1821/22 fällt der Passus, dass Meier Komick der Verfasser des Kalenders sei, fort, vermutlich weil der Verleger glaubte, seiner Hülfe nunmehr entbehren zu können. Zu bemerken ist nur noch, dass schon dem Kalender für das Jahr 1816/1 ך eine Approbation des Breslauer Rabbiners, R. Abraham Tiktin, vom 20. April 1817 vorgedruckt ist, worin Meier Kornick als besonders sachkundig und befähigt zur Herausgabe eines jüdischen Kalenders anerkannt wird. Ebenso ist im Jahre 1822/23 eine Approbation des Breslauer Rabbiners, R. Salomon Tiktin, vom 22. Januar 1822 dem Kalender beigegeben, worin dem Herausgeber Loebel Sulzbach die gleiche Fähigkeit zugesprochen wird. Eine Bescheinigung gleichen Inhalts hat Wolf Block dem Kalender für das Jahr 1826/27 voran geschickt und gelegentlich einen Gegenstand aus der praktischen Kalenderkunde sachgemäss besprochen. Einer Tabelle, in welcher die Zeit des Sichtbarwerdens von drei mittleren Sternen für die sechs Fasttage des Jahres zusammengestellt ist, begegnen wir zum ersten Male im Jahrgange 1824/25, und zwei Jahre später (im Jahre 1826/27) kam ein Verzeichniss derselben Zeitangabe für die Sabbathe und Festtage des Jahres hinzu. Beide Tabellen sind im Wesentlichen bis auf die Gegenwart unverändert den Kalendern jedes Jahres beigegeben worden. Heber den Verfasser derselben findet sich nirgends eine Andeutung;. Sehen wir zu, welchen Grad von Zuverlässigkeit sie besitzen. Die Sabbathe, Fest- und Fasttage gehen mit dem Eintritte der Nacht zu Ende. Nach der Lehre des Talmuds (Sabbath 35b) beginnt die Nacht mit dem Zeitpunkte, in welchem drei Sterne am Firmament sichtbar werden, und zwar sollen es weder grosse Sterne, die auch am Tage sichtbar bleiben, noch kleine Sterne, die nur in späterer Nacht sichtbar werden, sondern mittlere Sterne sein. Welcher Grösse die Sterne dieser Art angehören sollen, bleibt unentschieden. Schon aus diesem Grunde kann daher von einer fortgesetzten Beobachtung des Erscheinens dreier Sterne einer bestimmten Grösse keine Rede sein. Dazu kommt, dass zu einer solchen Beobachtung eine Anzahl von Bedingungen Zusammentreffen müsste, die in unseren Breitengraden selten gleichzeitig vorhanden ist. Ferner ist zu erwägen, dass auf Grund einer Angabe im jerusalemischen Talmud (Berachot II. 2) die drei SaililiiMÜäM v; ־■'-׳-♦ג ’ iääiifeiMiiüift