Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1888
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 79)
- Language
- German
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Wir aber werden immer mit Bewunderung‘ und dankbarer Antheilnahme den Geistesspuren eines Mannes folgen, der seine reichen, von Gott verliehenen Gaben in den heiligen Dienst unseres Glaubens stellte. Möge der Himmel Ihre Tage mehren, auf dass Sie die Sache, der Sie dienten, wachsen und siegreich sich entfalten sehen, Ihnen zum Ruhme und zum Heile des Judenthums! Der Vorstand und die Repräsentanten der Synagogengemeinde zu Breslau“ Adresse der Berliner Synagogengemeinde: ,,Hochgeehrtester Herr Professor! Namens unserer Gemeinde begrüssen und beglückwünschen wir Sie an Ihrem heutigen Ehrentage, um Kunde zu geben von den Gefühlen lebhaften Dankes und grosser Hochachtung, welche dieser Tag von Neuem in uns wach ruft. Von allen Seiten wird Ihnen, hochgeehrter Herr, als einem der ersten unter den Vertretern der Wissenschaft des Judenthums, verehrungsvolle Anerkennung gezollt. Gleichwie Ihren hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen gilt die Anerkennung auch der opferfreudigen Hingebung, mit welcher Sie Jahrzehnte Ihres Lebens der Abfassung Ihres grossen Geschichtswerkes gewidmet haben, des Werkes, in welchem der Genius des israelitischen Volkes in seinem vollen Glanze sich offenbarte und in seiner inneren Entfaltung, wie in seiner Einwirkung auf die Ent- Wickelung der Menschheit zu Tage tritt. Die Gemeinden in Israel preisen aber zugleich auch das Geschick, welches den Erforscher des Judenthums zum Lehrer der Judenheit gemacht hat. Seit mehr als drei Jahrzehnten wirken Sie in segensreicher Weise an einer Anstalt, welcher eine grosse Anzahl der Gemeinden, unter ihnen die hiesige, ihre Rabbiner und Prediger verdankt. Und indem Sie die Begeisterung, von der Sie selbst erfüllt sind, auf Ihre Schüler übertragen, indem Sie nicht blos die Liebe zur Wissenschaft in ihnen geweckt, sondern ihnen auch das Ohr geöffnet, zu hören auf die Forderung der Zeiten, in denen der Gottesgeist waltet, haben Sie sich um die Verjüngung und Er- Stärkung des Judenthums in der Gegenwart grosse Verdienste erworben. Möchte der Ihnen aus vollem Herzen dargebrache Dank, in welchem sich die deutschen Gemeinden Israels in sicherlich grosser .'Anzahl mit uns vereinen, dazu beitragen, Ihnen den Lebensabend