Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1888
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 65)
- Language
- German
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8& Jim Schachspiel. Zunfeisifolgö'icK׳ fleii.vok Steinsahneider in Schach hei den Juden, BerMul873, Sonderabdruck aus A. y. d. Linde'js Geschichte und Bibliographie des Schach- Spiels, festgestellten Texte, unter Vergleichung der Oxforder Handschr. Nr. 2317 a, die'Herr Neubauer gütigst verglichen hat (0). Im Falle einer Abweichung gebe ich Steinschneider^ LA. in den Anmerkungen mit St an. Im Uebrigen bedeuten F die LA von Bisliches im Anhänge von IETs Sefat jeter ed. Letteris, Pressburg 1838 S. 44; R die LA bei Reggio in אגרות יש״ד II S. 77 f.; Sch die LA der Handschr. v. Schönblum bei St. — Die hebr. Ueberschrift lautet חרודע על שחוק ד,םקאק להראבי׳ע דל in 0י und 1 חרודם על שחוק שח מת לד,רב אבדתם אבן עזרא דל bei st; Versmaass 7 (S 9): יתד ושתי תנועות ויתד ושתי תנועות ויתד ותנועה♦ Die 76 Verse des Gedichtes bilden 38 Reimpaare. Beispiele für Reimpaare bei IE zeigen im Diwan ed. Egers z. B. die Stücke Nr. 177 V. 20 ff; Nr. 206. 219—223. Ich sing' ein Lied von regelrechter Schlacht, 10רר שיר במלחמה ערוכה& T ־: TT:־: * - -s Die uralt ist, gar früh schon ausgedacht. Es schufen Leute sie von Geist und Witz.— Acht Reihen sind's, wo flammt des Kampfes Blitz. Gezeichnet müssen dann durch alle Reih'n Acht Felder auf dem Brett für jede sein. Gevierte füllen so der Reihen Schicht. Da sind geschaart die Feindeslager dicht; Da steh’n zwei Kön’ge und der Heere zwei, Zum Kampf genaht. Ein Zwischenplatz ist frei. Sie sind zum Schlagen allesammt bereit; Sie ziehen und stellen sich auf zu jeder Zeit. Nicht zücken Schwerter sie in .Kampfesbrunst, Da ganz ihr Streit nur ist Gedankenkunst. Durch Mal und Zeichen werden sie erkannt, Am Leib gemalt, geschnitten nach dem Stand. Und wer sie, schaut bewegt, hält sie nicht schwer Für röthlich Christenvolk und schwarzes Heer L קדומה מךימי1 2־ר!ךם נסוכה ' ערכוה מתי שיכל ובינה קבעוה שלי טורים שמנה ושל בל־־־טור וטור בהם חקוקות טלי לוח שכבה מחלקות והטורים מך־בעים רצופים ושם המחנות עומדים צפופים מלבים נצבו עם מחניהם להלחם ורוח בין שניהם פני בלם להלחם נכונים3 והמה נוסעים" תמיר וחונים : ״ T * : T ־ ־ ואין שולפים במלחמתם חרבות ומלחמתם מלאכת מחשבות ונברים4 בסמנים ואותות5 בפגריהם ךשומות וחרותות6 ואדים יחזה אותם רנושים ידמה בי אדומים הם וכושים •־ ד :v * ~ : 1) Der übliche Name des Spieles: S chach, (persisch: König), lautet also hier vollständiger: Schach mät (nicht matt!), d. h. der König ist todt. — 2) 0 פונים (3 — .0 מימי unpassend. — 4) ונכבדים O unrichtig. — 5) So lese ich nach 0 und R; — St. nach B: ומזמות, welches keinen Sinn hier ergiebt. — 6) So scheint mir des Reimes wegen statt des ähnlichen וחתומות gelesen werden zu müssen. — 7) Die im Schach einander gegenüber gestellten rothen und schwarzen Figuren erinnern an die hellfarbigen Heere der christlichen Kreuzfahrer oder sonstigen christlichen Soldaten und an die dunkelfarbigen Araber und Muslimen, die ihnen gegenüber stehen. Vortrefflich wird das arabische אהמר, Plur. אחאמר durch אדום (V. 63), אדומים (V. 18. 20. 62) wiedergegeben, da in diesem Ausdrucke (nach mittelalterlichem Sprachgebrauche) Farbe und Religion der christlichen Völker zugleich bezeichnet wird. Das arabische .אסוד, Plur. סוד als Bezeichnung der dunkelfarbigen Muslimen, eig. Araber, wird nicht (wie S. 153. Z. 34) durch שחורים ,שחור, schwarz,^ ausgedrückt, weil dies kein entsprechender Nationalname wäre, und nicht durch עךב} Araber, weil hierbei wiederum der Farbengegensatz fehlte, deshalb wird כדסזים (V. 18. 19. 61. 63), AetMopen, Neger, dafür gesetzt. ' - 21*