Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1888
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
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*»יי*- ■־ ו&דושו אגור (richtiger גאמע wie oben!) גמע. Die witzige Wiedergabe des arabischen Namens גאמע durch den biblischen Namen אגור (Spr. BO, 1) in der Bedeutung ״Sammler“ rührt übrigens von B. Samuel selbst her, der in jener Kasside vor dem Aruch (nach LikTcute Tcadmoniot von P i n s k e r S. 153 und B u b e r a. a. 0. S. 10 sich, nennt בנו אגור שמואל und in seiner Einleitung daselbst sagt (Pin sker das. S. 157 z. 1 und Buber a. a. 0. S. 15): .ואנכי ד,צעיר בבית אבי ♦ . . בנו אגור ונין אוגרי חכמות ־ B. Samuel hatte drei Söhne: Jakob, Jehudah und M 0 s e h (ob. S. 139 A. 16.17; S. 140 A. 20, S. 141 A. 11. 13) und eine zur Zeit der Abfassung von No. 82 noch unverheiratete Tochter, die in reichem Schmucke zuweilen den Wohlstand ihres Vaters bekundete (S. 136 Z. 145 £). B. Samuel war Bichter (Z. 149 ושופטנו) und Babbiuer (רבנא in der obigen Uebersehrift; ferner nach S. 133 Z. 69 u. sonst). Er wurde als talmudische Autorität um religionsgesetzliche Gutachten angegangen und befriedigte die Prägenden durch seine Bescheide (S. 127 No. 80 Z. 3). Engewohnlich war seine Vertrautheit mit der Halachah in der gewöhnlich minder beachteten Abtheilung Tohorot (das. Z. 5). Neben den angeführten Zusätzen zum Aruch, hat B. Samuel auch noch Halacliot in arabischer Sprache verfasst, welche Isaak b. Abbamari im Buche Ittur Bd. II S. 17 a, 18b, 23 a ed. Lemberg als von רבנו שמואל אבן גמיע verfasst anführt; hierauf hat im Wesentlichen bereits Bappoport m Erech millin, Vorwort p. X hingewiesen. Die zehn Kapitel arabisch geschriebener Schlachtregeln (חלבות שחיטת), welche Steinschneider in Geigers Jüd. Zeitschrift 1862,1863 zum Theil veröffentlicht hat, sind, wie H a 1 b e r s t a m inHäkamiel III S. 215 ff. und in S t e i n- Schneiders Hamasltir XX S. 41 nachgewiesen und Neubauer Cataloffue 1 p. 1153. 1154 Addition zu 793, 1 bestätigt hat, eben die im Buche Ittur angeführten arabischen Halacliot des B. Samuel Ihn G'a m i. Einige Anführungen, wie die bei Buber a. a. 0. s. 34: שמעתי מן החבר החכם ר' יוסף החסיד בר יהודה הדרשן ששמע מפי ר1 יצחק בן מרגלוי 1דל שבמדינת נרבונא und das. s. 45: שאילה זאת היתד, לרבייו יצחק הרב בן רבינו בנבנשתי הרב נרבוני machen es sehr wahrscheinlich, dass B. S a m u e 1 sein Geburtsland Afrika verlassen hat und nach der Provence übergesiedelt ist. Was die Bedeutung des Mannes betrifft, so war Samuel Ibn G'ami in seinem Hauptfache, in der talmudisehen Halachah, nach den wiederholten Anführungen bei Isaak b. Abbamari eine Autorität von grossem Ansehen, was ja auch aus der Uebersehrift zur Kasside vor dem Aruch gefolgert werden könnte, da die Uebertreibung der üblichen Titel den Hintergrund thatsächlicher Geltung zu erkennen nicht hindert. Hiernach ist A b r a h a m Ibn E s r a in seinen Gedichten und Beimen zum Lobe des Samuel Ibn G'ami der Wahrheit treu geblieben, wenn er von seinem Buhme als eines hervorragenden Talmudisten spricht, obgleich wir die nach orientalischem Muster theilweise spielende und bewusste Uebertreibung selbstverständlich in Abzug bringen müssen, wie wir dies bei den panegyrischen Gedichten der edelsten Männer jener Zeit, des Salomo Ibn G׳ebirol, Juda halewi, Mosehb. Esra gleichfalls zu thun ge« nöthigt sind, ohne diese Männer darum für gemeine und feile Schmeichler halten zu dürfen. Gilt dasselbe doch auch von den Lobgedichten No. 76. 78 (ob. S. 121.124) und von den wachsenden Versen No. 84 (S. 146f.), welche B. J a k 0 b Tarn als Talmudisten zwar in überschwenglichen Worten feiern, in der Hauptsache jedoch der geschichtlich beglaubigten Bedeutung des Mannes wirklich entsprechen. An welchem Orte B. Samuel bei der Abfassung der ihn feiernden Gedichte und Beime Ibn Esras gelebt habe, ist nach den bisher bekannt gewordenen Quellen nicht mit Bestimmtheit festzustellen. 1) Buber a. a. 0. S. 8 A. 3 vermuthet sehr glücklich hierfüi• יצחק בן מרון לוי n. ״19 4L - - b a«