Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1888
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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m mm Du Unterwirfst* die Hoch inan preist; Denn alle Gegner dein — Sie schmeicheln; sie beschämt dein Geist, Bis hin sind Feinde sreih’n. 5. Mein Mund erlahmt, gesteht bereit, Dein Lob durch ihn sei matt. Dein Wissensmeer ist maasslos weit; Nicht fasste mein ärmlich Blatt. Ja dir ziemt alle Herrlichkeit, Die Lehr-, die Ehrenstatt. Wie Glanz auf dich vom Vater fleusst, Dess Ruhmessitz ist dein: So soll dein Salomo, voll Geist, Noch grösser, als du, sein. רמש* למבךיםבבשם כי מתקוממיך " יבחשו לך ותבישם ■« עד־־תם לרחמיך נלאה פיולך דזחודיה צל קצר תהלה2 כי ים דעתך אין מזיח ש־דתביל מגלה ז 45 ולך;אתה בל־חמךח תורה עם־נךלה " כי כבוד והוד תירשם מאב קדמך T?I דפזיב אלהים את־־שם 50 שלמה משמך3 77. Loblied und Wunsch für denselben. Aus dem Diwan S. 4 No. 17, in zwölf Halbzeilen, mit Durchgangsreim am Schlüsse der Langzeile. Versmaass 7 (S. 9): יתד ושתי תנופות ויתד ושתי תכופות דתד ותנופת. Diebeste wähle, Zunge, dir der Völkerzungen, לשוני בחרי מבחר לשונות Die trefflich reden dich gelehrt hat und 5 הבי 4הראך לדבר אך נכונות gelungen, 1) ימים E. — 2) ת£לה E. — 3) Wie 1 Kön. 1,47. Das vorstehende Gedicht ist ein poetischer Trinkspruch zum Lohe des R. Joseph, der, wie es scheint, ein grosser Talmndist und Nachfolger seines Vaters 1m Rabbinate und als Haupt einer Schule, welche viele lernbegierige Zuhörer anzog, gewesen ist. Der Anfang, eine humoristische Ansprache und Verherrlichung des Weines, deutet genügend auf den Charakter des Gedichtes als Trinkspruch (vgl. oben No. 71 S. 115). Dass Z. 15 הם חכמי בכו ישראל etwa darauf deuten sollte, dass der Wein nur als Gleichniss für die belebende und erfreuende Wirksamkeit der jüdischen Lehrer und insbesondere des zu feiernden R. Joseph angeführt werde, ist schon deshalb unwahrschein־ lieh, weil alsdann das ausserordentliche Verweilen bei dem Weine als solchen unerklärlich wäre. Hierzu käme noch verschlimmernd ein nähe liegendes Missverständniss von Z. 16, wonach derSinn weiter wäre, dass, der oben angedeutete und besprochene Wein eben nichts Anderes als die Gelehrten Israels mit den ,.heiligen Wissenschaften“ sei, wobei חכמות עם קדושות zu vocalisiren wäre. Eine heilige Wissenschaft (חכמה קדושה) nun konnte, obgleich der Ausdruck mir sonst nicht erinnerlich ist, doch wenigstens verstanden werden; es könnte dietalmudischeGelehrsamkeit sein, wieder gefeierte Rabbiner und Lehrer R. Joseph sie vertrat. Was aber sollen mehrere heilige Wissenschaften hier besagen? Die Mehrheit des Ausdrucks muss jeden Kundigen befremden. Es sind also nach meiner Auffassung Z. 15—17 lediglich zur Erklärung der unmittelbar vorangehenden Bezeichnung des Weines als Schmerzenlinderers und Trostspenders bestimmt. Sie, sagt der Dichter, die hier an der Tafel befindlichen Lehrer Israels, insbesondere der edle Wirth Joseph Ibn Arnran, bleiben mit den keuschen ״Lehrerinnen“ (חכמות עם קדושות), wie er scherzhaft deren Frauen nennt, glücklich vereint, während ich davon reisen muss und nicht weiss, wo ich in aller Welt so vortreffliche Menschen mir noch einmal suchen soll. Hieran schliesst sich dann (Z. 18—20> ein kurzes Gebet um den Fortbestand des äusseren Glanzes und der geistigen Bedeutung dieses Gelehrtenkreises und der Angehörigen desselben, den er so ungern verlässt. Auf diese Einleitung folgt nun als eigentliches Thema des Trinkspruches (V. 21 ff) das Lob R. Josephs und der Ausdruck der Hoffnungen Uiid Wünsche für dessen vielversprechenden Sohn S al om o (Z. 33 f. 43 f). — 4) וכי Ehier nicht passend. — 5)נכוחות E gegen den Reim. Diese beiden Aenderungen bietet auch schon F orges in Monatschr. 1887 S. 238. .