Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1888
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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wm *“ er bedroht? -- Sei gut! Idaeh’ heil den Schmerzensdrang! Du birgst der Heilung Balsam. Krank, Harrt längst Pedajah sein. 3ד»ה מזור כי־בןר צרי [לעזור לפהיה o. Die Purpurlippe seh’ ich stets, Mein Auge schaut sie überall, Den Hals so schlank wie mächtigen Thurm Zur Weisung für den Wandersmann3, Und goldnen Aepfeln gleicher Schmuck Mit. schönem Bildwerk hängt daran. Yon Lieht umflossen ist sein Gang, Und Gott setzt’ ihn sein Lebenlang Zum Licht und Labsal ein. פיני שפת שני 20 רואות וצופיות צואר כמגדל־־עו בנוי לתלפיות תלוי בתפוחי זהב במשכיות 25 בל־־אךחו' נאור כי צור בראו לאור ולמחיה T : : 4. Ja köstlich ist mein Thurm. Er giebt Zum Schutz, zum Ruhen süssen Raum. Sein Antlitz an den Wangen glänzt Der Sonne gleich durch schatt’gen Baum4, Zum Zeichen seines hohen Werths. — Bekehrt fleht leis’ er, hörbar kaum: ״Nun denn am Myrrbenbeet entlang Gewähr’ ich Liebe ohne Zwang. Pedajah ist dann mein.“ מגדיל ירך לי, בו אחסה ואתלונן 30 פניו בעד’לחיו כשמש כעץ לענן להיות לעד ולאות נ[ד1]ם והתחנן ההיא ערוב; מור 35 שם אהבה אגמור ' אפחיה 1 * 1) E S. 164 hält es für möglich, das in der Hdschr. bis auf vorangehendes לי undeutliche Schlusswort, das er iiu Texte mit לי יהיה aufs Gerathewohl wiedergiebt, auch לידעיה wie in Z. 9 zu lesen. Da aber Jedajah in Z. 34—36 der Sprechende sein muss, so ka#1n der Name nur den endlich erhörten Liebhäber, den Dichter, bezeichnen, der sich in üblicher Weise gleichfalls einen erdichteten Namen beilegt und zwar einen solchen, ׳der, sowohl dem äusseren Klange wie der Bedeutung nach, dem andern entspricht, da ידע auch אהב =־ ist und Jedajah den Geliebten, Pedajah aber den zu Erlösenden bezeichnet. Ausdrücklich hält IE es für nöthig in Nr. 70 Z. 38 (oben S. 114) den dortigen Namen als einen wirklichen und nicht nur dichterisch seinem Lieblinge beigelegten zu bezeichnen, woraus also ersichtlich ist, dass Erdichtung der Namen in solchen Liebesgedichten auch dem IE geläufig war. Uebrigens folge ich hier und oben Z. 17. 18 Berliner (Magazin 1887 S. 113), der die Lücke oben, nach genommenem Einblick in die Diwanhandschrift, durch ומנזר לבן פדיה oder ומנזר ל פדיה zu ergänzen vorschlägt, wofür ich in Z. 17. 18 mit Rücksicht auf Sinn und Versmaass לעזור לסדיה eingesetzt habe. — 2) Er nennt seinen geliebten Jedajah (Z. 9) nun noch Joseph, um mit wehmüthigem Scherze zu sagen, dass hier einmal ein * Bruder, ein Joseph, vorhanden wäre, der nicht von seinen Brüdern verkauft worden sei, sondern dieselben vielmehr (an die Gewalt einer hoffnungslosen Liebe) als Sklaven verkauft habe. Wenn aber der eigene Bruder Verkäufer sei, wer anders als er selbst könne Loskäufer sein, da es einen näheren Verwandten nicht gebe und der Bruder jedesmal der zunächst eintretende Löser des verkauften Armen nach dem Gesetze 3. Mos, 25, 48 sei. Hierdurch wird meine Vermuthung von אח für das minder verständliche מה in Z. 14 bestätigt. — 3) Ich übersetze nach der von IE anscheinend genehmigten Erklärung des Ausdruckes HL 4, 4, welche er in Sef. jet. 67 und im älteren Comm. z. St. ed. Matthews S. 7 Z. 6 anführt. — 4) Das strahlende Angesicht des schönen Mannes hebt sich gegen die bartbeschattete Wange vortheilhaft ab, wie Sonnenschein im Schatten des belaubten Baumes. Vgl. Egers in Jubelschritt für Pro*. Qracts S. 118 A. 1.