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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1887-01-01 · 1887 · page 37

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1887
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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mmM 58. Bittvcrse am Sehlasse des Peativteaeh-CommeataTS, verfasst im Tiscliri oder Kislew 4927=1166. Wortlaut nach Cod. hebr. Wien^XXl bei Krafft und Deutsch, KatalogS. 34; nachLetteris (Lt) in seiner Ausgabe des Sefctt jeter, Pressburg 1838 S. 11; nach Lippraann in der Einleitung zu Sefatjeter S. 22 (L), Friedländer a. a. 0. S. 159 (F) nebst anderen Varianten. Versmaass ז (S. 9): יתד ושתי תנועות ויתד ושתי תנועות דתד ותנועה Gott! Geschlechter fasst dein Dasein; unsere לדורדיור־ים להים 1וחמו Tage sind gezählt, מתי מספר ספורים Ewig lebst du, zählest Alles, wie es Art und Zeit vermählt11, ואמה2 חי וקים לעדי עד וסופר כל למשפחות ומרים3 Thronest ewig hoch; Geraden hat dein Wohlthun nie gefehlt12; Leitest sie gerades Weges, nennst sie fromm und auserwählt. Uebe mich für deine Lehre, zu verstehn, was sie verhehlt; Lass mich's wissen, klar es stellen, vom Gesetzesgeist beseelt! Wie bisher du halfst so gütig, hilf mir deuten, was noch fehlt13! ושכן עד ורןדוש רם ונשנב ועשדדטוב ומיטיב לישרים ומךריכםבדךך הישרה ותר!ךאם4 חסידים נם ברורים5 בחסדיך אלהים6 * למתי לתורתך ז ואבק8 הסתרים9 * * * ועזתי להתחכם בדתך ואד־עם יהו°י על פי סדורים כמו עד ברז עורתני בטובך לפרש עוד פשט כל הספרים14 1) אלהי Lt und Cod. Cambridge. — 2) So Cod. Vatic. u. Cambr.; sonst אתה geg. d. Versmaass.— 8! וסופר כל וכל דורות ודודים Cod. Vatie. u. Brit. Mus. (bei F hebr. Theil S. 69); בלי תכלה וכל דורות ודורים Cod. Cambr. — 4) Cod. Wien und Lt nach demselben: דפרים גם טהורים (5 — .ויקראם Cod. Cambridge. — 0) בחסדך אל Cod. Cambr. — 7) Die Construction mit ל bedeutet: üben für etwas, wiePs. 18, 35; 144, 1. — 8) אבין Cod. Brit. Mus. — 0) So vermuthe ich für das hier unpassende הסדרים. I. E. wünscht auch das Dunkle und gemeiniglich Unverstandene (הסתרים vgl. סתרי תורה oder bei I, E. סודות) immer mehr za verstehen und den Rückstand des ihm selbst Unverständlichen oder Missverständlichen auch noch ferner verringert zu sehen. Den Gebrauch des Wortes bestätigt Jedajah Penini in seinem Sendschreiben in Ibn Adrats Responsen No. 418 S. 57a ed. Wien, der von I. E. sagt: וכל מקום שהוא 10 — .מרגיש בו סתר מהסתרים מעורר עליו אם בבאור גמור או ברמז מועט כפי הראוי) So Cod. Brit. Mus. und Cod. Cambr., sonst יהיו. Lippmann a. a. 0. vermuthet schon richtig יהו nach Koh. 11, 3. — 11) Wortlieh: Zählest Alles nach Geschlechtern und Zeitaltern. Sinn von V. 1. 2: Da du, Gott, ewig und unveränderlich, nicht aber, wie wir Menschen, vergänglich bist, so unterliegen deinem musternden Blicke alle die endlichen Einzelwesen der Welt vermittelst der unwandelbaren Arten, die nicht, wie die zu denselben gehörigen Einzelwesen, vergehen, sondern die Zeitalter überdauern. Ueber diese schon hei den Stoikern auftretende Lehre s. I. E. im Comm. zu 1. Mos. 18, 21 u. Ps. 1, 6. — 12) Das von der Endlichkeit der Welt unberührte Wesen Gottes schliesst eine Vorsehung, gerichtet auf die durch Denken und Erkenntniss veredelten und mit ihm eins gewordenen Menschen, keineswegs aus. Vgl. die andeutenden Worte im kürz. Comm. zu *2. Mos. 33, 12 S. 103 ed. Prag, worauf er schon zu 1. Mos. 22, 1 verweist. — 13) Nämlich die in den damals vollendeten Commentaren zur ganzen heiligen Schrift noch nicht genügend oder richtig erklärten dunkeln Stellen auch noch zu erklären. — 14) Cod. Brit. Mus. hat hier: ובשם שעזרתבי בטובך וכתבתי לשר כל הספרים, wobei die Worte וכשסשעזרהני weder dem Versmaasse noch der Ausdrucksweise des I. E. entsprechen. Nur eine metrische Verbesserung hiervon scheint die LA des Cod. Cambr. zu sein: ב) 1ב1שם יה שפזרתיי בטובך וכתבתי לשר כל הספרים vor שם hat Schiller-Szinessy richtig vormutliet). Der Sinn also wäre: ״Wie du hälfet hei aller Bücher Abschrift, die mein Gönner wählt“. Man sieht, ein Abschreiber des Ibn Esra’sehen Pentateuch- Commentars hat die Worte so abgeändert, dass sie nun auf ihn selbst passen. Einen ähnlichen Falt abändernder Benutzung bat Bacher nachgewiesen (s. ob. S. 22 A. 1; vgl. auch S. 49 A. 3). Wahrscheinlich hatte dieser Abschreiber im Aufträge eines vornehmen Mannes den Ibn Esra’schen Commentar zu sämmtlicheu fünf Büchern des Pentateuch allein oder im Anschlüsse an dessen andere Schriften eben fertig geschrieben , als er die obigen Verse I. E’s. unter Abänderung von V. 7 benutzte. Weiter noch

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