Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1887
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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Was Aber i& Wahrheit zweitausend Jahre .besage; Denn sie nehmen das zweimal stehende ״Tag“1 2 * ImSinne der ״tausend Jahre gleich einem Tag“3 225 שהם שרמי כידךשויוםיום כמו כי אילף שנים בעיניף כיום Doch wir wissen, dass die Zeit und deren Theile לאנחנל ילענל כי העתים ל הרגעים Haltlos dahinrollen in Eile מתגלגלים לנעים Und die Jahre aus Monaten bestehen, 230 מחברות מחדדים T r: •־ T ־. : * T ־־ : Auf die rund dreissig Tage gehen. ל]הח*ךש מימים כמל הלעזים ״] Wenn aber zeitbestimmende Leuchten am Himmel nicht standen, So ward alle Zählung der Jahre zu Schanden, Da Jahre unmöglich schon waren vorhanden. Allein unseres Agadisten Worte sind so zu verstehen, Dass sie auf die andere Agadah gehen ) Von den sechs Jahrtausenden, die die Welt > soll bestehen, \ Deren zwei erste sind die nichtigen und leeren, ) Weil sie der Torah noch mussten entbehren4 * \ Und die gesittete Welt noch ward vermisst, \ לאם אין מאורות אין שנים כספרות רק הנה נעדרות 235 והדורש סמך על שתא אלפי שני הוי עלמא ופרש כי שתי אלפים תהו Wie es heisst: ״Und die Erde war leer und wüst“-\ Der ״Gottesthron“ aber6 7 wird uns deutlich genannt; Es ist Gottes Thron, der von jeher bestand 7? Als oberster ״Himmel der Vorzeit“8 bekannt״ Es ist der Sphärenkörpsr von bewältigender Schwungkraft, Der alle Sphären umschliessend mit sich rafft9. — Ferner tnag der Ausspruch befremdlich sein: והל והארץ היתה תהל ובהל T T *. T י V T T S וךבר כפא הכבוד מפרש הוא 240 נכון כסאןד מאו לרכב בשמי. שמי־קךם והוא הגוף התקיף וכל המקיפים מקיף ואמרו וכרם לברכה : T : * : ד : T T 1) So vermuthet schon F für שניים seiner handschriftlichen Vorlage. — 2) Spr. 8, 30 sagt die als Pereon eingeführte Weisheit: ,,Und ich war [Gottes] Ergötzen Tag [für] Tag“. — 3) Das Gebet Ps. 90, 4 lantet: ״Denn tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag u. s. w.“ Hieraus folgert die Agadah, ein Tag bei Gott sei tausend Jahren gleich; folglich wäre das zweimalige ״Tag“ Spr. 8, 30 so viel wie zweitausend Jahre. Also zweitausend Jahre hindurch sei die Weisheit die Lust Gottes gewesen, dann erst habe er die Welt geschaffen. So R. Simon b. Lakisch in Her. r. Cap. 8, Ungenannter in Schocher tob zu Ps. 90, 4 und Jalkut I 368 zu 2. Mos. 25, 10 aus Midrasch Abkir. Vgl. die gangbare Einleitung Z. 216 ff. (oben S. 36 ff.). — 4) Bab. Sank. 97a: ״Sechstausend Jahre besteht die Welt; zweitausend Jahre war sie wüst (תהי) , zweitausend Jahre waltet die Torah, zweitausend Jahre soll die Zeit des Erlösers für Israel sein; aber in Folge unserer vielen Sünden ist vergebens viel Zeit verstrichen.“ — 8) 1. Mos. 1, 2. — Jener Ausspruch also hinsichtlich der Torah ,,sie sei zweitausend Jahre älter als die Welt“ heisst nur: Die Welt habe die 2000 Jahre hindurch, welche vor Aneignung der Torah verstrichen sind, in sittlich-religiöser Hinsicht wüst gelegen, sei :also in diesem Sinne erst mit der Annahme der längst vorhandenen Gottesweisheit entstanden. — 6) In dem angeführten Midrasch oben Z. 215 (S. 67). — 7) Ps. 93, 2: Festgegründet ist dein Thron von jeher. — 8) Ps. 68, 34. — 9) Die äusserste Sphäre der mittelalterlichen Religionsphilosophen, welche ohne Stern von Osten nach Westen schwingt und alle anderen Sphären, ohne deren entgegengesetzte Bewegung aufzuheben, einen vollen Umschwung in 24 Stunden zu machen durch ihre Gewalt zwingt, Vgl, oben S, 37 A, 10,