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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1886-01-01 · 1886 · page 37

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1886
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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35 sich nicht, die Kämpfe der Titanen und Giganten zu erzählen und die Dinge der Kentauren, Erdichtungen der Früheren, oder Streitigkeiten, Geschwätz ohne Nutzen’. Auch Osann-Bergks Vorschlag (Lyr. Gr. II 4 112) yj axaatas acpeSavas‘ xoTg xXx. scheitert an dem Sinne der Verse. — Die Godd. VL (und wahrscheinlich auch der Stammcodex) des Athenaeos (XI p. 462) geben nun 065s xs Ksvxaupaiv ׳fj axaatas rapoxspcov + cpsvSövas, xoTig ooösv axov svsaxt Die falsche Stellung von 7j axaoiag und die Verderbung des cpsvSdvag sind aber deutliche Zeichen dafür, dass auch 7j axocatag nicht unversehrt ist. Schweighäuser wollte aaxaaiag 9X680vag lesen; aber die Bitterkeit, mit der Xenophanes gegen die Volksreligion und gegen anstössige Volkssitten (fr. 19. 20) kämpft, macht es unwahrscheinlich, dass er die 1cXaap.axa xc5v rcpoxepeav 'anmuthiges Gerede’ genannt haben werde. Jede Schwierigkeit scheint gehoben, wenn man ׳iqXtaKag «?Xsdövag, xaTg xxX. best. 6. (Zu S. 9). Vgl. Brandis Gomment. Eleat. p. 34; Teuffel in Paulys Real- Encyclopädie s. v. Xenophanes; Karsten Xenoph. carm. rel. p. 114 u. A. 7. (Zu S. 9). Sextus Empiricus (Math. VII 50) sieht frsoc in seiner leichtfertigen Weise als blosses Beispiel für 'unbekannte Dinge’ an: uftoSstyp-axwccos Xsyst xspt xtvog xaiv adYjXeov. Nichts berechtigt zu solcher Auslegung. 8. (Zu S. 10). Xenophanes um der Verse willen, die fr. 14 enthält, als Skeptiker betrachten konnten nur diejenigen Historiker des Alterthuins, die dem Klange von Worten oder einzelnen Aussprüchen folgend, das Ganze seiner Lehre übersahen und so jeden beliebigen Gedanken in jedem philosophischen Systeme zu finden fähig waren. — Gleich unwissenschaftlich fasst Cousin unser Fragment auf, wenn er betont, dass Xenophanes’ Skeptizismus sich gegen den Volksglauben wende, sein Dogmatismus auf das eigene System sich beziehe (Nouv. fragm. philos. p. 90). Cousin verwechselt also Zweifel an der Möglichkeit des Erkennens mit Leugnung einer bestimmten Lehre. 9. (Zu S. 10). Es ist nicht anzunehmen, dass Aristoteles und Theophrast in den oben angeführten Auszügen den Wortlaut der Xenophaneischen Verse in seltsamer Uebereinstimmung so entstellt haben, dass sie ihn das Gegentheil seiner Meinung hätten sagen lassen. Bei einem Manne wie Xenophon, den die Götter in ihrem Zorne zum Philosophen gemacht haben, ist es freilich nicht verwunderlich, dass er Anaxagoras missversteht, wie er Sokrates’ Lehre verunstaltet und trivialisirt hat. Bei ihm finden wir allerdings (Memor. IV 7, 6) ouösv vjxxov 7j ’Ava£ayöpag rcaps^pövyjasv 6 psytaxov cppovrjaag s׳rei xc5 xa$ xu>v frsriiv e£Y)yel5a9־at. 10. (Zu S. 10). Bei Euseb. Praep. evang. I 8, 4 (Diels Doxogr. 580, 15) lesen wir e7uösTaD-a£ xs {AYjösvdg auxtov p/yjdsva pyjd’ oXtog. Was hier das p/1Q§’ 0X0>g bedeuten soll, ist schwer zu sagen. Als Synonymon von p׳y]8ap(üg wird es in der späteren Gräcität ja oft gebraucht. Aber wozu die nochmalige Hervor-

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