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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1886-01-01 · 1886 · page 35

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1886
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 35)
Language
German
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Anmerkungen. 1. (Zu S. 1). Was über Pythagoras’ und der älteren Pythagoreer Stellung zum Volksglauben berichtet wird, ist zu schwankend, als dass darauf Rücksicht genommen werden dürfte. 2. (Zu S. 4). Ueber den Henotheismus in der älteren griechischen Litteratur vgl. Nägelsbach Hom. Theol. Abschn. II § 16 f. 3 S. 95 f. und Nachhom. Theol. Abschn. II § 17 ff. S. 100 f. Ueber die monotheistischen Tendenzen der alten Inder vgl. u. A. Max Müller Lectures on the origin and growth of religion p. 278 f., 292 f. Ueber den Henotheismus der Naturvölker vgl. u. A. Waitz Anthropol. der Naturv. III 177 f., IV 448 f. — Unter Henotheismus verstehe ich aber hier den Glauben, dass eine Vielheit von Göttern existire, die sämmtlich von Einem höchsten Gotte abhängig seien, der daher oft als Gottheit schlechthin angesehen wird. Etwas anderes ist, was Max Müller zuerst und ihm folgend Andere Henotheismus nennen: die Auffassung irgend eines Wesens als des Inbegriffs aller Göttlichkeit, ohne dass damit anderen Wesenheiten die gleiche Dignität ab gesprochen würde. Vgl. Max Müller Lectures on the origin and growth of religion p. 261 und E. v. Hartmann Das religiöse Bewusstsein S. 57. 3. (Zu S. 6). Auch der Versuch Kerns, aus Timons Spottversen ein Zeugniss für die allmähliche Umwandelung der Xenophaneischen Lehre herauszudeuten, ist, wie Zeller (l4 504 Anm. 2) nachgewiesen hat, durchaus missglückt. Hierüber noch einige Bemerkungen. Sextus, dem wir die Rettung der Timonischen Verse verdanken, führt aus (P. H. I 223): Wer auch nur in Betreff eines einzigen Gegenstandes der theoretischen oder praktischen Philosophie einen Satz mit Bestimmtheit ausspricht, ist kein Skeptiker in strengem Sinne; darum ist Platon trotz vielfacher Hinneigung zur Skepsis ein Dogmatiker. Das, fährt Sextus fort, bezeugt auch der Skeptiker Timon, der Xenophanes in vielen Beziehungen lobt — offenbar seiner skeptischen Haltung wegen — trotzdem aber die Verse ihm in den Mund legt (üg %ai lytöv o^eXov TOmvou vöoo avTißoXfJaai dinpoTepößXeTCTOs, SoXfyj 850ö(j> 8£<XTcaxYjlhjv 'rtpeaßüYsv'yjs sxv scov xod aTCSVabjptaT0£ araxaYjs ax£TCT0auv7]g * otctcy) yap ejiöv voov sipuacuju xxX. 3

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