Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1885
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
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Viele zwar aMmbieBrM^ Aber der Sinn kann nun einmal so bucbstäblieb nicht sein, Weil das Jabr besteht aus Tagen, zu richtiger Zahl verbunden, Das Maass aber von Minute und Tag in der Tagesbewegung der Sphäre wird gefunden10, Also vor der Schöpfung der Sphäre nicht war Irgend ein Tag oder zwei Tage gar Oder ein Jahr und vollends zweitausend Jahr11. Wer überhaupt die Frage für möglich hält: Wie stand’s vor der Schöpfung um die Welt? Sollte wahrlich sich schämen, Da er für Nichtseiendes ein Sein gedenkt anzunehmen12. Und für welche die Welt entstand ״Zur Zeit“, da der Schöpfer gut es fand: Deren Auskunft giebt selbst ihre Schwäche kund13; Sie gleichet dem Baue auf hohlem Grund14. Sagen dann Andere15; Gott legte durch die Weltschöpfung seine Allmacht dar Dem Menschen, der Grund und Ziel seiner Schöpfung war: ותביס לא יבינהו p מלהיות במשמעו ife ימכן «*בעבור בי וסב מימים במספר היא מחברת ועדת ההנע והיום י ס־ונועת הגלגל נספך־ת* 2 -מטם אין שם גלגל3 אין יום אף ן כי יומים I או שבה או מספר אלפים והשואל מה היה העולם בתחלה ( :־ י־ T T TT V ־:•T \ הלא יתביש) «« למען שיב5ןש4!ש5 לאק יש J והמשיבים6 * שברא השם את 1 השלם בעת שירע בי טוב הוא . 7 V -; T־ ( בם זאת התשובה ןבנוה מל אבני 8( בוזו 1 ובן האומרים שבראו להראות ( גבוך־תו לארם שהוא שוש® שירתו r *־ . V V V ־ ־ der Welt voran. Die ״zweitausend Jahre“ aber erklärt I. E. so: Die Weisheit Gottes gab sich in der Weltschüpfang um zwei Jahrtausende früher kund, als der Welt selbst ein wirkliches Dasein durch die Offenbarung der Torah im Zeitalter Moseh’s, ungefähr 2000 Jahre nach der Schöpfung, zukata; bis dahin war sie eine Lin religiöser und sittlicher Hinsicht chaotische Welt, an der das Beste fehlte und von der ein volles Sein eigentlich noch nicht ausgesagt werden kann. — Samuel Motot bemerkte diese eigne Erklärung des I. E. in der ihm vorliegenden anderen Einleitung lücht und giebt deshalb für unsere Stelle eigne verunglückte Erklärungsversuche. I) הרגע והשעה והיום hat Samuel Motot gelesen. - 2) 01היספרת Pti V2. 3. 5; W am Bande: 3 — .נ״א הנספרת) So B H3 Pt V2. 3. 5; ואם אין גלגל N 0 P V1; allein שם gehört 2u der unter dem Einflüsse des Arabischen entstandenen Wendung ״ יש שםes giebt“ und ״ אין שםes giebt nicht“ wie z. B. bei Maimonides, Jes. hattorah I, 1 in seinem Werke Mischneh torah. — 4) אשר יבקש N Pt2 Sp. — 5) Dieses יש fehlt in IST 01. — 6)והמשיבין Ps. — 7) So B2 L 02 w; וגם זו תשובה Bi 01 Pt2. — 8) So 03 Pt V1.2.3 w;אבן BNP. — 9> שהם שרש B2 02 Pt!; שהם שרשי L. — 10> Es ist der (scheinbare! tägliche Umlauf der Sonne um die Erde, welcher aller Messung der Zeit zu Grunde liegt. Dieser Umlauf von Osten nach Westen wird aber nach der Annahme der Alten durch den täglichen gleichen Umschwung der äussersten Sphäre, welche die räumliche Grenze der Welt bilde, bewirkt. — 11) Wie man in der Stelle Spr. 8, 30 die Worte ״Tag um Tag“ (יום יום) als ״Tag, Tag“ d. h. ״zwei Tage“ deutete und diese wiederum nur als Ausdruck für ״zweitausend Jahre“ nahm, um welche die Torah früher als die Weltschöpfung anzusetzen wäre. LE. sagt nun, weder ein kleiner noch ein grosser Zeittheil sei ohne umschwingende Sphäre und Sonne abzugrenzen möglich. Vgl. Saadiah Eimmot 1,5, wo das Dasein der Zeit überhaupt vor dem Dasein der Welt in Abrede gestellt wird. — 12) Aehnüch lautet Saadiah’s Abweisung dieser Frage Emunot I, 5 an zwei Stellen. — 13) Denn ihre Behauptung enthält die Annahme einer Zeit vor der Schöpfung. — 14) Der Ausdruck Jes. 34, 11 wü־d in dieser veränderten Bedeutung hier gebraucht. — 15) Wie Saadiah Emmi. I, 5 in Gemässheit seiner anthropoeentrischen Weltanschauung, die er das. in derEinl. zu Abschnitt IVund in dessen erstemCapitel auseinandersetzt. Gegen ihn handelt ausührlich I. E. im kurzen Comm. zu 2 Mos. 23, 20 S. 68 ff ed. Prag; auch zu 1 Mos 1, 1 in beiden Commentaren. Vgl. meine Ethik des Maimonides S. 21 nebst A. 4 daselbst.