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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1885-01-01 · 1885 · page 38

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1885
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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IRI
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Die das Söhriffcworfc Sondern auf zwanglose Textesdeutung $ sich verlegen, Wie Lekach tob9 und Or enajiik10 sie hegen und pflegen. Doch da diese Gattung in der Alten Schriften ist vollauf vertreten, Warum ermüden diese Neulinge uns mit ihrem Nachbeten11? Da giebt es eine Deutung, der eine andere widerspricht: Wieder eine andere hat einen tiefen Sinn und erläutert ihn nicht. So besagt die Deutung einer bekannten Schriftstelle12 eben nur zum Schein, Die Torah müsse älter als die Weltschöpfung sein Etwa um zweitausend Jahr13. Da ist doch die gegebene Deutung offenbar Nur in tiefer liegendem Sinne wahr14. 210שלא יביטו אל משפל מאונים : ..v י. '..״■* — V' ־•'.'-־• ר רק יסמכו על דחי דרש* בלקח .«־יאור^ם ואחר שימצאו המדרשים בספרי T! * “ : T * V . - - הרןדמונים ■ למה יוניעונו8 לכתבם שנית אלה האחרונים ויש דרש4 ד.פןד דרש 215רש לו סוד גדול5 ואינו® מפרש בדרש שהתוךה ר!דמה כלפים, / . שנה ל!ךם העולם ) ווה אמתרק על דלןי הסוד הנעלם J 1) על דרש B2 H3 N Pti. — 2) בלקח טוב Hl N 03 P, in Bi sind diese zwei Worte ausgefallen. נסמכו אל הדרש בלקח טוב W. In L ist Alles von יונים in Z. 209 bis!Endo von Z. 211 aus Missverständniss vom Censor gestrichen. — 3) So lese ich nach Mal. 2, 17 für das daraus vorderbte ייגעונו in B2 Hl. 3 01 P Pti. 2 V1.2. 3 oder יגעונו in L W oder ייגענו in 02, woraus dann die wenigstens zulässige Form ״ עעוhaben sich abgemuht“, deren Sinn aber in den Zusammenhang weniger passt, in Bi C N Sp in vermeintlicher Berichtigung gemacht worden zu sein scheint. — 4) ויש דרך דרש Bi. — 5) So nach Hi. 3, woraus ויש לסוד גדול in B2 L 03 als Verderbnis sich erklären lässt; ויש לו סוד G Pti V1; ויש סוד גדול Bl H2 Pi v2. 4.5. — 6)ואיננו B2; 7 - .03 איננו) So B2 Pt2, woraus באלפים in Bi 02.3 l pi; אלפים N 01. - 8) דרש, Derasch, hier so viel ,wie Agadah d. h. freie Deutung der h. Schi’, zum Zwecke der Erbauung und belehrenden Unterhaltung, wie sie ursprünglich in mündlichen gottesdienstlichen Vorträgen XHomilien) angewendet wurde. — 9) Lekach tob (״köstliche Grabe“) ist der vorwiegend agadische Pentateueh -Commentar des Tob iah b. Elieser aus Castoria in Bulgarien (lebte noch 1108), verfasst 1097. — Theü I zu 1 u. 2 Mos. ist von Bub er mit Einleitung und Anmerkungen, Wilna 1880; Theil II zu 3. 4. 5 Mos. ist in Venedig ש״ו r= 1546 (unter dem irrthümlichen Titel Kleine Pesikia (פסקתא זוטרתי), ferner inUg01 ino’s ThesaurusBd. 15.16mitlat.Uebersetzung, Ven. 1764•—1769 und neuerdings 111 Wilna 1880 erschienen. — 10) (h'enajim (,.Licht der Augen“) von R. Meir aus Castoria inBulgarien, jüngerem Zeitgenossen und Schüler des oben genannten R. Tobiah b. Elieser nach Leon Moskoni bei B u b e r, Einl. zu-Lekach tob S. 20 ff. — 111 Nicht also die alten Midraschwerke, die I. E. auch nicht den Commentaren der Schrift beizählt, hier also auch gar nicht zu besprechen hat, sind Gegenstand der nun folgenden Erörterung, sondern die als Commentare auftretenden Schriften seinor Zeit, welche mitten unter einfachen Erklärangen agadische Deutungen in Menge einmischten, ohne dieselben als solche überall zu erkennen oder zu bezeichnen, — ein Verfahren, welches die Leser irre zu leiten und die Herrschaft einer richtigen Erklärungsweise zu beeinträchtigen geeignet war. Freilich kehren die gegen diese Scheincommentare im Folgenden gerichteten scharfen Angriffe des Verfassers sich ungewollt auch gegop. das Verfahren der Agadah überhaupt und somit gegen den alten Midrasch. Dies hat Nachmanides in seinem Pentateuch- Commentar zu 1 Mos. 1, 1 in der That * übel vermerkt und dem I. E., noch mehr aber wahrscheinlich 4essen Nachbetern mit der Bezeichnung als Kleingläubige (קטני אמנה) und dann als wissensarme Klein- .gläubige (קטני אמנה מעוטי חכמה) heimgezahlt. Indessen wollte I. E. offenbar das Ansehen der alten Agadis ten nicht verkleinern; denn er entschloss sich lieber, wie das nächstfolgende Beispiel hier zeigt, zu allegorischer Umdeutung der Agadah als zu deren völliger Verwerfung. — 12) Spr. 8,30.— 13) R. Simon b. Lakisch in Her. rdbb, VIII mit der Begründung aus Ps. 90, 4; anonym in Schocher tob zu Ps. 9fr, 4 undin Jatimt I 868 zu 2 Mos. 25, 10 aus Midrasch Abkir. — 14) Die deutlicheren Worte der Einleitung zu 4em andern Pentateuch-Commentar (bei Friedländera. a. O. S. 4 Z. 6 ff והם גם הם אומרים bis ~ועד לא ובטרם und z. 17 ff והדורש סמך bis והארך היתד! תהו ובהו) zeigen, dass 1. e. die besprochene Agadah; jmr in frei gefasstem Sinne gelten lässt: ״Torah“ heisse hier die Weisheit Gottes; diese sei;־Bedingung und Quelle alles Seienden und gehe sonach, wenn auch nicht zeitlich, so doch ursächlich iüÜK

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