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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1885-01-01 · 1885 · page 16

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1885
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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IRI
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Es könnte mir, sagt Ibn Esea weiter, Jemand einwenden: ״Warum sollen die Versmaasse so sein, wde du dargethan hasti? Ich will unendlieh viele Yersmaasse hersteÜen, indem ich zusammengesetzte Silben auf einander folgen lasse und mehr oder weniger Silben setze.“ Wollte nur, wer mir so widerstreitet, aus dem Schlafe seiner Unwissenheit erwachen und die Wissenschaft der Araber studiren! Er würde aus unzweifelhaften Beweisen erkennen, weshalb diese Yersmaasse und nicht andere bevorzugt worden sind, und würde sich dabei sicherlich beruhigen -. Somit habe ich, so schliesst Ibn Esra diese seine metrische Erörterung, eine Regel ausgesprochen, wonach man erkennen kann, welcher Yers richtiges Yersmaass hat und welcher als schadhaftr1 zu betrachten ist4. — So weit Abraham Ibn Esra. Wir können nunmelir in der Folge bei den gesammelten Gedichten auf die angeführten Yersmaasse einfach zurückweisen. Nur wo er ein von ihm selbst nicht angeführtes Yersmaass gebraucht, soll dasselbe ausführlich angegeben werden. — — Während das hebräische Yersmaass der deutschen Sprache fremd und durch deren Metra in den hier folgenden Uebertragungen ersetzt werden musste, suchen diese Uebertragungen die Reime des Hebräischen in voller Zahl und an derselben Stelle festzuhalten, und bieten nur insofern eine Abweichung dar, als sie mehr thun und zuweilen da, wo ermüdende Längen sonst eintreten könnten,- die sich im Original bei seiner Kürze oder der Beliebtheit und Geläufigkeit der darin benutzten Bibelstellen weniger fühlbar machen, einen oder mehrere Reime hinzugefügt haben. Weiter gehende Kunstproben, wie Nach- להיות משקל כל חרוז וחרוז שיה, wogegen die an sich richtige Regel, welche Kämpf a. a. X). S. 46, A. 1 darin findet, in dem Wortlaute nicht zu liegen scheint. David Ott61180sei* zu ed. Lippm. S. 11b, A. * hinter Anm. יא erkennt gar darin die Andeutung,-dass die hebräischen metrischen Gedichte mit biblischen Accenten versehen worden seien, ohne übrigens hiermit die Worte Ibn Esr a’s befriedigend zu erklären. 0 ־ Cod. 51 Sem.; כאשר אמרת. Ed. Lippm. hat fälschlich: ־— .כאשר אמרתי 2) Er will sagen: Der Kenner der arabischen Metrik weiss, dass nicht jede willtorlicke Combination einer beliebigen Anzahl metrischer Elemente ein brauchbares Yersmaass ergiebt. — 3) Vgl. die Definition der Metrik bei Freitag S. 2, A. * — A) Die 15 Yersmaasse, welche Ibn E&ra soeben angegeben und erklärt hat, verschaffen in der That dem Leser einen Anhalt für die Beurtheilung zulässiger und unbrauchbarer (oder unmöglicher) Yersmaasse, ohne indessen auch nur die von Ibn Esra selbst in seinen Gedichten, wie wir sehen werden, thatsächlich gebrauchten Metra zu umfassen Salomo de Oliveira in 38 שרשת גכלתa meint, Ibn Esra wollte mit jenen 15 Versmäassen alle statthaften Metra erschöpfen, und bekämpft 1|1H in Folge dieses Missverständnisses, geht aber auch seinerseits wohl wieder l&u weit.

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