Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1885
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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8. Achtes ¥ersmaass: Zweiglieddger Eeirayers aus Gliedern zu zwei einfachen und einer zusammengesetzten, wieder zwei einfachen und einer zusammengesetzten und schliesslich noch zwei einfachen Silben (15(שתי• תנועות דתד ועןתי מנועות דתד ושמי• רונועות der Vers2 נפש אשר עלו שאוניה, אנה תשלח רעיוניה Die Seele, deren Wogen hoch empor sich thürmen, Wohin soll sie Gedanken thun, die sie bestürmen? 9. Neuntes Yersmaass: Zweigliedriger Eeimvers wie 8, nur dass Schwa mobile jedem Halbverse noch yorantritt. (Das Metrum ist dann י3(;תד ותנועה דתד ושתי תנועות דתד ושתי תנועות z. b. : אליכם בד תורהזתופשיה,עליכם'?1גלות את כ5וםיה Ich sag’ euch, Kenner und Vertreter der Gesetze! Euch liegt es ob, ans Licht zu ziehen deren Schätze. 10) Zehntes Yersmaass: Zweigliedriger Eeimvers wie 8, jedoch um eine einfache Silbe am Schlüsse jedes Gliedes vermehrt (so dass jedes Glied das Maass hat שתי תנומות דתד ושתי תנומות. דתד ושלש ול;נמ1ות^ wie in dem Verse4■: בימי יקותיאל אשר נגמרו, אות כי שחקים לחלוף יצרו An den Tagen Jekutiels, die wir ach! beendet sehen, Zeigt sich, dass selbst Himmelskreise sind geschaffen zum Vergehen. Jedoch kommt, sagt 113x Eska weiter, diese Form beider Glieder nur im ersten Verse eines Gedichtes vor5, während jeder andere Vers in der ג) Nach Sa a di ah Ihn Danan S. 10 ist es die zweite Form des oder ממהר, des ״Schnellen“, indem nämlich-für —י־——.— am Schlüsse der ersten Vershälfte ebenso eintritt, wie nach Freitag S. 243 A, c am Ende der zweiten; vgl. Kämpf S. 38. ln Ausg. Lippmann fehlen S. 11a Z. 1 die Worte דתד ושתי* תנועות am Ende. — 2) Gleichfalls von Ihn G'ebirol. Das Gedicht ist initgetheilt in?שירי שלמד S. 10 f und frei übersetzt von Geiger in Salomfi Gabirol S. 59, No. 14. — 3) Bei Saadiali Ibn Danan nicht angeführt. Vielleicht ist es mit Verkürzung des Endes jeder Vershälfte aus >-׳-zu — So entsteht aus dem Metrum bei Freitag S. 130 die Form Schon Salomo de Oliveira in שרשת נבלת Am st. 1665 S. 38 a bemerkt, dieses Yersmaass finde sich bei and. metrischen Schriftstellern nicht. — 4) V. 1 des Klageliedes, welches Ibn G'ebirol auf den Tod seines Freundes und Gönners Jekutiel gedichtet hat, mitgctheilt von S.D. Luzzattoim Litbl. des Orients 1846 S, 580 ff. und von Dukes in שירי שלמה S. 30, frei und unvollständig übersetzt von Geiger in Salomo Gabirol S. 42. Ueber Jekutiel s. das. S. 38 und Graetz Gesell. VI S. 34. — *) Und zwar deshalb, weil in der Eegel auch bei solchen Gedichten, die in allen Versen nur einen Endreim haben, der erste Vers in seinen beiden Hälften an dem Heime theilnimmt, also auch metrisch in beiden Hälften wie die. übrigen Versschlüsse endigen muss. Vgl. Freitag, Verskunst u.. s. w. SS. 130, 158 Anm. 161 Anm. —