Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1885-01-01 · 1885 · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1885
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2720904-2720943--07-2723842
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

seinem Oommenlar m cfeni grammatisclien Büchlein : Muhalach von MpsEH Kbichi, ohne Nennung ihres Ursprunges und unter; Einschaltung sehr weniger Worte an einzelnen Stellen, angehängt hat1, und stimmt in der Angabe der entsprechenden arabischen Versmaasse zumeist mit der ihm noch nicht vorliegenden Abhandlung des kenntnissreichen und selbstdichtenden Saadiah Ibn Daxan ganz überein; auf die wenigen Abweichungen wird später noch gelegentlich hinzuweisen sein. Uebersicht der hebräischen Versmaasse. Abraham Ibx Esra beginnt seine Uebersicht der hebräischen Versmaasse2 damit, dass er die poetische Form der grammatischen gegenüberstellt. Nicht das Silbenmaass, wie in den classischen Sprachen des Alterthums, sondern das Gewicht3 der Silben wird von ihm nach dem Vorgänge der Araber4 aller Bestimmung des Versmaasses zu Grunde gelegt. Im Hebräischen, sagt Ibn Esra, finden sich zwei Grundelemente der Metrik: a) der silbenbildende Vocal (5 (תניעה dessen sonstige Verscliiedenheiten für die Metrik ebenso gleicligiltig ist, wie der etymologische Werth der dazu gehörigen Consonanten, da es liier eben nur auf die Zahl der Vocale ankomme; — b) das vocalisch lautende Schwa (Schwa mobile), verbunden mit dem darauf folgenden Vocale, wodurch eine zusammengesetzte Silbe oder Jated (5 (יתי gebildet wird; hierbei ist Schwa mobile ganz gleichbedeutend mit den drei Chatefvocalen, so dass die Anfänge von 2) .גבריים. Mos. 10, 11 und sonst), המרדים (!. Mos. 45, 23 und sonst), 2) חמלים. Mos. 8, 10), הכינו־תי (1. Chi’. 15, 12, wo jedoch unsere Texte דזכינרתי bieten) gleichgeltende zusammengesetzte Silben sind. Bei der Angabe der einzelnen Versmaasse beginnt Ibn Esra mit dem , in der hebräischen Poesie üblichen viergliedrigen Verse und giebt ein V er- J «eichniss der Versmaasse, nicht sowohl in klassenweise getheilten Gruppen als vielmehr zum grössten Tlieile in derjenigen Reihenfolge, wie dieselben nach seiner Auffassung sich aus einander entwickeln lassen. J) Hiernach ist Kämpf a. a. 0: S. 24 A. 1 und 8. 44 zu berichtigen. — %) tn Zachot ed, Lippmann, p. 10a. — 3) משקל. — Gewicht, heisst T * ' bei den Arabern Versmaaös. — 5) Der Name bedeutet Pflock, wie die entsprechende Bezeichnung im Arabischen. Während der alleinstehende Vocal eine einfache Silbe bildet, ergiebt sich aus der Verbindung von Schwa mobile mit einem Vocale eine zusammengesetzte Silbe, da Schwa mobile einem Halb- . vocale gleich gilt. Ist das Zeichen für die einfache Silbe —, so ist es für die zusammengesetzte ^—, wie für im Arabischen. — Schwa quiescens; : wird als die Bezeichnung vollständiger. Vocallosigkeit nicht mitgezählt. — iÜI L־’"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.