Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1885
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Aufeinanderfolge .vorangehen, die sieh entweder ans ihrem Inhalte oder ans der sonst bezeugten Zeitfolge der Schriften Jbn Esra?s ergiebt; in einzehieii Fällen jedoch, ist die Stelle, die ich den Stücken anweise, nur eine tos׳־- läufige und will ich einer genaueren Bestimmung in keiner Weise vorgreifen. Auf diese Gruppe sollen dann die Gedichte an und von Personen folgen, aus denen manche persönliche Beziehung des Verfassers oder wenigstens die Namen der von ihm beachteten Zeitgenossen zu ersehen sind. Den Schluss bilden Reime und Gedichte ohne persönliche Be- Ziehung auf Andere; sie enthalten Winke über Wirken, Leben und Leiden ihres Verfassers. Hinsichtlich der Sprachform enthält die nachfolgende Sammlung theils Reime ohne feste metrische Form, theils Gedichte mit regelmässig eingehaltenem Versmaasse. Dieses Versmaass besteht zuweilen nur in der Gleichheit der Silben zahl, grösstentheils aber zugleich auch in der regelmässigen Abwechselung zusammengesetzter und einfacher Silben. Für unsern Zweck wird es an dieser Stelle genügen, die von Abraham Ibn Esra selbst geschaffene Uebersicht der in Spanien üblichen hebräischenVersmaasse wiederzugeben, wiewohl spätere Schriftsteller die Anordnung klarer, die Aufzählung vollständiger zu gestalten suchten, theilweise auch den Zusammenhang mit der arabischen Metrik, aus deren Nachahmung die hebräische hervorgegangen ist1, im Einzelnen nachzuweisen bestrebt waren. Zu diesen metrischen Schriftstellern gehören namentlich der ungenannte Verfasser der Abhandlung Schekel hakkodesch2, ferner Saadiah Ibn Danan3, Moseh Ibn Chabib4, Samuel Archevolte 3 Salomo de Oliveira6 u. A.7 In deutscher Sprache hat Kampf8 eine Dar- Stellung der hebräischen Metrik im Vergleiche mit der arabischen geliefert. Er folgt in der Aufzählung und Anordnung der hebräischen Versmaasse der oben genannten Abhandlung Schekel hakkodesch, welche Eli ah Levita, von ג) Wenn auch Moseh Chabib in דרכי נעם p. 6 b ed. Rödelheim ein metrisches Gedieht aus der Zeit des Königs Amazjah von Juda gefunden zu haben glaubt und daraus auf das Alter der mittelalterlichen Versmaasse irrig schliesst. 2) שקל הקדש, angehängt der grammatischen Schrift לשון למודים des David Ibn Jachja, Const. 1506 zuerst erschienen, aus welcher Ausgabe im Folg, die Anführungen erfolgen. — 3) Aus der 1472 beendeten Einleitung zu seinem Wurzelwörterbuche von Neubauer in der Sammlung מלאכת השיר, Frankl a. M. 1865 herausgegeben. —4) Aus Lissabon; er schrieb 1486 דרבי במם zu Castel Bitonto in Apulien, ed. Rödelheim 1806. — 5)In ערוגת הבשם, Amst. 1780. Er schrieb sehen 1551 (ZunzL.G. S 418. ob;) und starb 1611 in Padua. — 6)In dem 1661 (fW ה׳תי״ו) vollendeten Buche שרשת גבלת, Amst. 1665. Er starb 1708 in Amsterdam.— 7) Z. B. Jacob Roman in Constantinopel in seinem (ungedruckten) מאוני משקל^ worin er 1348 Versmaasse hachzuweisen versucht (M. Kayserling in Mewte des etudes juives 1884 S. 89. 92). — 8)In seinem Buche Die ersten Makamen mm dem Tachkemoni des Charisi S. 15 — 46.