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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1885-01-01 · 1885 · page 6

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1885
Date
1885-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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IRI
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^Bßm '01auben uad De»i:e1a, seine Wissenschaft und Gösmnuhg werden die!bisher daraus bereits gewonnenen Ergebnisse der Forschung nicht allein V anschaulich darthun und näher rücken, sondern im Einzelnen auch Manches v. - ' ׳׳׳> - ־ ־. berichtigen, ergänzen und in streitigen Fällen entscheiden. Indem ich mir selbst Vorbehalte, zum Schlüsse die gewonnenen neuen Ermittelungen zusaiümenzustellen, gedenke ich nunmehr in einer Reihe auf- - einander folgender Veröffentlichungen zuerst die aus sergottesdienstliehen Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra, soweit mir dieselben zugänglich waren, vollständig zu sammeln1 und daran eine ansehnliche Zahl wenig bekannter oder besonders bemerkenswerther gottesdienstlichen Dichtungen anzusckliessen. Die anderweitig bereits gedruckten Stücke in beiden Abtheilungen war ich bestrebt, soweit es mir möglich war und zum Theile nach handschriftlichen Zeugnissen, hinsichtlich ihres Wortlautes zu berichtigen; ich will davon in kritischen Anmerkungen Rechenschaft geben. Einige Stücke der ersten und viele der zweiten Abfhetlung gebe ich neu nach handschriftlichen Quellen 2. Dem hebräischen Texte füge ich überall eine möglichst getreue und dem Tone des Originals angepasste Uebersetzung bei und setze die dann noch nöthige Erläuterung und die Stellenangabe in Anmerkungen hinzu. Eine besondere Sorgfalt glaubte ich der gangbaren Einleitung zum Pentateucli-Commentar zuwenden zu müssen, weil dieselbe mehr als die anderen Reime durch die Hände unkimdiger oder leichtfertiger Setzer und Drucker gegangen ist und so in den zahlreichen Abdrücken eine fortschreitende Entstellung und Verderbniss er- Jitten hat, nicht minder aber in Folge der guten, jedoch verfehlten Absicht mancher Herausgeber, den Wortlaut zu berichtigen oder dunkle Stellen verständlicher zu gestalten. Für jene Einleitung habe ich daher eine grössere Anzahl von Handschriften theils selbst, theils durch die Güte wolil- . wollender Gelehrten zu Rathe gezogen3, Einleuchtendes unter ausdrücklicher Angabe benutzt, Beaehtenswerthes in den Anmerkungen mitgetheilt und nur Falsches und Gleichgültiges nach näherer Prüfung übergangen. Was dann die Anordnung der die erste Abtheilung bildenden Stücke betrifft, so lasse ich die für die Abfassungszeit der Schriften unseres Autors no wichtigen Reime und Gedichte, welche ihm zum Eingänge oder :!;;Schlüsse literarischer Arbeiten dienten, allen anderen in derjenigen 1) Ich nehme natürlich diejenigen aus, die Ibn Esra erwiesenermassen nicht angehören. — 2) Einen Theil verdanke ich der gütigen Mittheilung Ha Ibers tarn’s Bielitz, sehr viele der liebreichen Bemühung meines Freundes Prof. Kaufmann .ר in Budapest. — 3) Mit aufopfernder Güte haben mich in dieser Hinsicht unterstützt die Herren Prof. Guidi in Rom, Haiberst am in Bielitz, Dr. Harkavy;; in Petersburg, Prof. Kaufmann in Budapest, Redacteur Israel Levi in Paris, :■d&r. A. Neubauer in Oxford, Abbe Perreau in Parma, Bibliothekar S. van ygtxaalen in London, Dr. Ziemlich in Nürnberg, vormals in München. Ich denselben hierdurch meinen aufrichtigen Dank öffentlich aus.

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