Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1884
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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35 Constantin es in seinen politischen Calcül hineinziehen und es zur Staatsreligion erheben musste. Nun, an Märtyrern hatte das Judenthum keinen Mangel, und gerade der Krieg in den letzten Tagen Jerusalems und seine Nachwehen haben ihrer in grosser Menge geliefert. Diese jüdischen Märtyrer waren ganz anderer Art, als die christlichen: sie starben nicht für ein Dogma, für ein Fürwarhalten einer religiösen Idee, sondern für die Freiheit und Gleichheit1). Eben deswegen haben sie den Blick der Römer in einem höheren Grade auf sich gezogen. Schon bei der Belagerung Jerusalems waren römische Krieger so mächtig von der ausserordentliehen Standhaftigkeit und dem Todesmuth der zelotischen Kämpfer ergriffen, dass sie ihre Reihen verliessen und zu den Judäern übergingen, obwohl Hungersnoth und Pest in der belagerten Hauptstadt wütheten 2). Diese Betroffenheit musste sich noch steigern beim Anblick der Hetzjagd, welche nach Beendigung des Krieges auf die flüchtigen Zeloten in Aegypten und Kyrene angestellt wurde, und des Duldermuthes Derer, welche von allen Seiten umringt, zu Gefangenen gemacht und nach Rom zur Aburtheilung geschleppt worden waren. Diese ertrugen die schmerzlichste Todespein mit bewunderungswürdiger Standhaftigkeit. Selbst wenn von ihnen weiter nichts verlangt wurde, als dass sie den Kaiser als Herrn anerkennen mögenי unterwarfen sie sich lieber allerhand Folterqualen, Kämpfen mit wilden Thieren in der Arena, Zerstückelung ihres Leibes, Verbrennen in Feuersgluth, um nicht ihrem zelotischen Eide untreu zu werden, den sie geschworen hatten, keinen anderen Herrn über sich als ן) Josephus contra Apionem. I. 8. ד0\ד] oov xoXkoi itoXXdxtg stopavxat rnv al^paaiutcüv, axpeßXac mi 7cavxouov ^•avaxtov Tponoac sv ־8־sdTpotg tyitopivovxsc, srcl xo prrjSiv £־y)pa TCposaä-öct rcapa zobe, vopoag ml Tag psxd xooxcuv dva^paepag. — Jüd. Kr. VII, 10,1: IIda׳/)c *fdp etc’ aöxoüg (aüXX7]^8־svxac) ßaaavoo xal Xop.Y]g xa>v aiupdxmv sTCtv07j#sta7jg, sep, sv xoöxo povov otcwc ao.Xüiv Kataapa Ssotco'xyjv op.oXoY'^ctüatv, oboslg svs$u>xev, 008’ sppiXXfjOEV eitceIv, ak\a TCavxsg üTCSpxspav x^c ava^x׳*]«; x1־jv aoxd>v ׳pfcupYjv 8tstpoXa£av, ojaTCSp avatatHjxoig atupaai, ^atpoüa^ povovoo^i ztq $ןן/<ז xdg ßaaavoog xa׳ xo icöp Ss^opsvot. MaXtoxa 8s ך xa>v sawwv 4jXtxta xoüc ftstupsvoog sJsrcXYjJsv־ obdk yäp sxstmv xtg sgsvtxvj^bj» Kafoapa osotcotyjv sgovopdaat. Toaooxov dpa XYjgxaiv atäpaxcnv dc8־sv3tag•ףx־^g xoXpvjc io/üc ETCSxpaxst. — I)as. 8. 7. Haverk. T. II. 430: tov (xcwy ai^paXavTiöv), 01 psv axsßXoaftsvot, xat TCüpt xat jiaaxi^Lv alxt£6psvot xs^v^xaatv. Ol 8s axo 87־}pSu>v 4^p.{ßpa>xot xpog osozdpav aüxolg xpocp7]v C<*>vxsg icpoXd^tbjaav, ysXmTa. xal TCatStav xolg TCoXsptotg TCapaa^ovxsc. 2) Dio Cassius 66. 5. * Kav x06xü> xat xd>v Taipatiov xtvsc d8vjp.ov־^aavx8c, ©tat sv Xpov£(p TCoXtopxta, TCal TCpogOTCoxoTC^cavTsg, oxsp s8־poXXstxo, axopO^iov ovxtog vrp tcoXiv slvat, pexeoxyjoav. a*