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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1884-01-01 · 1884 · page 30

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1884
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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IRI
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_ 28_ welche bereits mit dem Gottesbegriff des Judenthums vertraut waren, aber nicht darüber hinwegkommen konnten, wie die Tempel und Götterstatuen, welche Rom einen so blendenden Glanz verliehen, sich erhalten, wenn Gott sie mit einem Winke vernichten könnte. Die Antwort der Synhedristen erscheint solchen gegenüber recht treffend. Die Reise dieser vier Synhedristen oder Häupter der Synagoge nach Rom steht ohne Zweifel in engem Znsammenhange mit dem Proselytenthum in Rom und ganz besonders mit döm des Flavius Clemens, Consular, Senator und Vetter des Kaisers Domitian und also auch des Titus. Diese Thatsache von Clemens’Vorliebe zum Judenthum habe ich vor drei Decennien eruirt, und das Resultat ist von competenten Forschem als unwiderleglich erwiesen adoptirt worden. Nur von christlicher Seite ist es in Abrede gestellt und behauptet worden: dieser Clemens gehöre dem Christenthume an und sei identisch mit dem halb in Sagen gehüllten Clemens Romanus, möglicherweise mit einem der erste Bischöfe von Rom. Ich bin daher genöthigt, die Argumente für die Zugehörigmaliel allein eine formell ähnliche Frage vorgelegt wird (das. p. 55a): שאל אגריפם שר צבא אח ר׳ נמליאל: אל קנא: כלום מתקנא אלא חכם בחכם ובו, Diese Relation hat auch Mechilta Sect. Jetro 6 mit einem anderen Eingang. , , , שאל פילוסופום אחד את ר' גמליאל 0גכרר מתסנא בגברר חכם בחכ♦ Es ist zweifelhaft, ob hier von demsesben R. Gamaliel die Rede ist. Die Erzählung (Genesis Rabba I) פילוסופום אחד שאל את רי גמליאל אמר ליה צייר גדול אלוהיכם אלא שמצא סממנים מוכים שסייעוהו kann auch r. Gamaiieis An- Wesenheit in Rom betreffen; die Behauptung des ״Philosophen“ ging von der Annahme־ eines hylischen Urstoffes aus. Dieser muss indess die biblische Erzählung von der Sehöpfung gekannt haben. Die Controverse über die Trächtigkeitszeit der Schlange spielte׳ gewiss in Rom (das. 2): כיון שמלו הזקנים לחמי שאלו את רבן גמליאל ... לכמה הנחש מוליד ולא יכול להשיבו ♦ . . פגע בו ר׳ יהושע, Es ist dieselbe Erzählung wie Babii Bechorot 8 b, und daselbst sind die סכי דכי אתונא hineingezogen. Darunter sind die Männer der Wissenschaft des römischen Athenäums zu verstehen, welche sich mit Naturkunde und Medicin beschäftigt haben. Die Einleitung א״ל לןיםר לדי יהושע נחש לכמה מוליד, mag unter diesem לךסר Hadrian oder ein anderer gemeint sein, ist unhistorisch. Ebenso die Erzählung von der Unterredung dieser Weisen mit Hadrian in Rom (Genesis Rabba 13): ♦ ♦ ♦ מעשה כד, אליעור ור, יהושע שהיו מפרישץ לים הגדול כיון שעלו לרומי אמר להם אדרינום♦ Diese Weisen waren nur einmal in Rom. und zwar im letzten Regierungsjähr Domitians. — Ich habe nachgewiesen, dass diese vier Weisen in Rom mitjosephus verkehrt haben (Monatsschrift Jg. 1877, 355), indem nämlich unter dem פילוסופום הכרנו (Derach Erez Rabba V und Parallelst.) Josephus zu verstehen sei. N. Brüll stimmte dieser Annahme bei (Jahrbücher IV. S. 401); nur emendirt er פילוסופום in פלויום יופפום» was gewiss nicht richtig ist.

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