Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1884
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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26 stellen. Nicht aus blossem historischen Interesse, sondern aus der Theilnahme an dem Judenthum hat dieser Krei^ das Alterthum und den Geschichtsgang des israelitischen Stammes erfahren wollen. Es ist ziemlich gleichgiltig, welcher von den historisch bekannten Epaphroditos mit Josephus befreundet und das Haupt dieses Kreises gewesen ist. Wenn Josephus nicht zu sehr dessen Begabung und Charakter übertrieben hat, muss es eine nicht alltägliche Erscheinung gewesen sein. Er schildert diesen Epaphroditos als einen Mann, der an wichtigen Angelegenheiten Theil genommen, vielfache Erlebnisse erfahren und in allen diesen die bewunderungswürdige Energie eines edlen Charakters und Liebe zur Tugend bewährt habe, und überhaupt ein Freund der Wahrheit gewesen sei1). Für diesen und seine Gesinnungsgenossen verfasste Josephus nicht blos die Alterthümer und die Apologie seines Lebenslaufes gegen seine Feinde, sondern auch die zwei Bücher gegen die Hellenen oder gegen Apion, und zwar unaufgefordert und aus eigenem Antriebe. Wie er selbst angiebt, verfolgte er damit einen doppelten Zweck, einen apologetischen und einen panegyrischen. Sie sollten einerseits die zur Verunglimpfung des Judenthums von griechischen Judenfeinden von der Sorte Apions verbreiteten Lügen über den Ursprung des judäischen Volkes und die Geringschätzung seiner Religion widerlegen und andererseits den hohen religiösen und sittlichen Werth des Judenthums beleuchten. Bruno Bauer hat einen richtigen Blick in die Seelenregung dieses jüdischen Geschichtsschreibers gethan und dessen Absicht bei Abfassung der Schrift gegen Apion treffend beurtheilt. Der zu den Römern übergegangene Gouverneur von Galiläa bezweckte damit Propaganda für das Judenthum unter Römern und Griechen zu machen. Die klägliche, wenn nicht gar verrätherische Rolle, die er als Feldherr gespielt, wollte er mit Anwerbung zahlreicher Anhänger für das Judenthum wett machen. Rom hatte Judäa erobert, er wollte gewissermaassen Rom und die römische Welt für das Judenthum erobern. Oefter betonte er daher in der 1J •Alterthümer, Proömium 2. vHaav 8e x״.vsc, 01 0י69:ון) tyjs hzopiaq in abzrp rcpoerpeteov, xai jxaXiaxa 07) travrojv ’Ercacppoo ctoc* Contra Apionem II, 41: 201 os, ,E/pacppoSiTe, jxdXtGxa T7)v &X7)0־etav d׳faTCü>vT1, v.ai dta os *tote 0|10ü*>c ßooXsoaapivotc rcep- ססט׳ yevooc 7]pu»v eiosvat, xooto y.od to npo abzoö *(s'fpäwd'tu ßtßXtov.