Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1884
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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25 etwas Näheres über die Person dieser Proselytin. Allem die Identität seheint mir hinterher zweifelhaft. Denn ans einer tradirten Unterredung, welche diese Beluria (Valeria) oder Beruzia mit dem Patriarchen Rabban Gamaliel über zwei einander widersprechende Bibelverse geführt, und woran sich ein anderer Gesetzeslehrer betheiligt hat, scheint hervorzugehen, dass sie in Jamnia oder in der Nähe gelebt hat1). Ist die Veturia Paulla (Sara) mit der obengenannten nicht identisch, so haben wir in dieser Zeit eine Proselytin mehr, welche bibelkundig war (wahrscheinlich aus der griechischen Uebersetzung geschöpft) und die heilige Schrift nicht gedankenlos gelesen hat, da sie einen scheinbaren Widerspruch in Bezug auf den Gottesbegriff herausgefunden hat. 'Diese Proselytin muss ebenfalls eine angesehene Matrone gewesen sein, da sie mehrere Sclavinnen besass die mit ihr zum Judenthume übergingen und ihr so anhänglich waren, dass selbst diejenigen, welche durch den Uebertritt ihre Freiheit erlangt hatten, bei ihr blieben und ihr lebenslänglich dienten2). 5) Am zahlreisten waren die Anhänger des Judenthums, wie angegeben, in Rom und bis in die hohen Kreise der Nobilität, über welche eben Juvenal seine satirische Lauge ausgeschüttet und damit seinen Aerger darüber kundgegeben, an denen Josephus eine freudige Genugthuung empfunden, Domitian seine Grausamkeit und Nerva seine Milde bethätigt hat. Es waren indess meistens Halbproselyten. Diese scheinen sich um eine hervorragende Persönlichkeit Epaphroditos gruppirt zu haben. Man könnte sie den Epaphroditischen Kreis nennen. Dieser Kreis forderte Josephus auf und ermuthigte ihn, sich der mühseligen Arbeit zu unterziehen, die Geschichte des israelitischen Volkes von Anbeginn bis zum Ausbruch des Krieges mit den Römern darzu- נ) Rasch ha-Schana 17b: שאלה בלור^א הגיורת את רבן גמליאל כתיב בתורתכם אשר לא ישא פנים. וכתיב ישא הי פניו אליך: נטפל לה ר, יוסי הכהן וכוי. 2) Am ausführlichsten und correctesten erhalten Mechilta Sect. Bo No. 15. ר* נתן אומד שאץ תלמוד לומר המול לו. אלא להביא את העבד שטבל לפני רבו שיצא בן חורץ. מנשה (.1 וממשה) בבלוריא שטבלו מקצת שפחותיה לפניה ומקצת לאחריה ובא מעשה לפני חכמים נאמרו: את שטבלו לפניה בנות חורין לאחריה משועבדות. ואף על פי כן שמשרה עד יום מותה. Nicht so ganz genau in Massechet Gerim II (ed. Kirchheim), aber mit einer anderen Lesart des Namens: בן חורין. ומעשה בבחציה ffi ה0ב1 שטבל ל«י רבו חמלבה(?) שטבלו מקצת עבדים לפניה... ובא מעשה לפני חכמים וכד. Der Name .ברוציד könnte auch בר ו ט יה gelesen werden und dieses transponirt von במוריה. Das wäre Beturia. Ungenau in Babli Jebamot 40a.