Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1884
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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Vollproselyten zu werden. * Sie beobachten blos den Sabbat, ihre 35hne aber werden bald sich der Beschneidung unterziehen. Wie viel solcher metuentes Sabbata muss es in Rom gegeben haben, dass Juvenal sie zum Gegenstand seines Spottes ausgewählt hat! Diese Satire, so wie überhaupt die letzten im fünften Buche sind, nach Borghesi’s chronologischer Untersuchung der Juvenalischen Poesien, zwischen dem Jahre 117—127 gedichtet, d. h. in der hadrianischen Zeit, und in der Zeit, in welcher Rabbi Akiba geblüht hat. Und gerade dieser eminente Gesetzeslehrer und sein Zeitgenosse der Galiläer R. Jose ventilirten die Frage, in wie weit ein Halbproselyte die Sabbatruhe zu beobachten verpflichtet sei 1 * 3). Da das Sabbatgesetz weder zu den noachidischen Geboten, noch zum Bekenntniss des Judenthums gehört, so kann die Controverse über die Verbindlichkeit desselben für Halbproselyten nur aus der Wahrnehmung enstanden sein, dass eine nicht geringe Zahl derselben es für ein wesentliches Element des Judenthums hielt. Nach Josephus haben judaisirende Heiden auch das Fasten mitgemacht, wahrscheinlich am Versöhnungstage, und doch findet sich in der talmudischen Literatur nicht die geringste Andeutung, dass solche dazu verpflichtet wären, eben weil die Zahl derer wohl nicht gross gewesen sein kann, welche sich diese 1) Tractat Jebamot 48 b wird ohne weiteres angegeben, dass ein Halbproselyte zur Sabbatfeier verpflichtet sei: וינפש בן אמתך והגר זה גר תושב או אינו אלא גר צדק? כשהוא אומר וגרך הדי גר צדק אמור♦ Aus Mechilta sect. Mischpatim 20 scheint hervorzugehen, dass R. Akiba diese Deduction gemacht, und dass er nur über den Grad der Verpfüchtung von r. Jose, dem Galiläer, differirt hat. רהגר זה גר תושב ♦ ♦ ♦ ♦ הרי הוא בשבת כישראל ביום שוב. והלוקח עבדים ערלים מן הגוים הרי הם בשבת בישראל בחולו של סופד ר׳ עקיבא מחליף (so Lesart des Jalkut) דברי ד' יופי הגלילי, d. h. R. Akiba habe gelehrt, ein גר תושב sei nur verpflichtet, an Sabbat wie in den Zwischenfeiertagen sich gewisser Arbeiten zu enthalten. Diese Controverse wird weitläufiger gegeben Jerus. jebamot 8 d: דתני 1) גר תושב(בשבת) הרי בלא תעשה דברי ר׳ יוסי בר יהודה. 2) ר׳ יהודה אומר ג־ת בשבת כישראל ביום טוב. 3) ר׳ יוסי אומר גר תושב בשבת כישראל בחולו של מועד . . . 4) ר׳ שמעון אומר ג*ת . . כישראל בשאר ימות השנה. Dieselbe controverse kommt auch Babli Keritot (9a), aber theilweise corrumpirt vor. דתני רבנן 1) גר תושב מותר לעשות מלאכה בשבת לעצמו כישראל בחולו של מועד. 2) ר׳ עקיבא אומר כישראל בי־ט. 3) ר׳ יוסי אומר גר חושב בשבח כישראל בחולו של מועד ... 4) ר׳ שמעון אחד נר חושב ואחד גוי עושין מלאכה בשבת כישראל בחול♦ offenbar ist 1) corrumpirt, sonst ■würde diese Ansicht gleich 3) sein. Es muss vielmehr lauten 2 .גית אסור לעשות מלאכה) hier deckt sich mit 2) in dem Citat aus Jerus. Hier R. Akiba als Autor und dort R. Jehuda. Da auch in Mechilta R. Akiba citirt wird, so muss man wohl lesen: ר׳ יהודה אומר ר׳עקיבא אמר nnd bei *3 ר1 יוסי^muss hinzugefügt werden: הגלילי♦