Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1884
- Date
- 1884-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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…/2720904-2720945--20-2723803- Visual Library
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19 zur Rechenschaft gezogen worden sein. Indessen giebt es keinen Anhaltspunkt dafür, zu welcher Zeit diese Verpflichtung zu den noachidischen Gesetzen der in Judäa angesiedelten Bevölkerung auferlegt wurde, noch dafür, ob sie praktisch Nachachtung gefanden hat. wSie wurde indess als Analogie für die Behandlung von Halbp.roselyten oder judaisirenden Heiden herangezogen. In wie fern darf ein gottesfürchtiger Nicht-Jude jüdischerseits nicht als Heide betrachtet werden, dass gewisse, nach dem Gesetze nur für den Kreis der Nachkommen Jakobs vorgeschriebene Bestimmungen auch für einen Solchen Anwendung finden sollten? Darf man von einem Solchen Zins nehmen oder ihm Zins geben? Involvirt es eine Uebertretung, wenn man einem Solchen den verdienten Lohn auch nur über Nacht entzieht? Darf ein Jude von seinem Wein trinken,1 ohne Skrupel zu hegen, dass davon Libation für die Götter gemacht worden wäre, und dergleichen mehr? Diese Fragen beantwortet ein Gesetzeslehrer dieser Zeit dahin: sobald ein Heide vor drei Gesetzeskundigen Juden die Erklärung abgegeben hat, dass er sich zur Befolgung der sieben noachidischen Gesetze verpflichte, so ist er in gewisser Beziehung als Jude zu behandeln. Eine mildere Ansicht behauptete, es genüge schon dafür, wenn der gottesfürchtige Heide erklärt, dem Götzencultus zu entsagen. Eine dritte erschwerende Meinung verlangt von einem Solchen die Erfüllung sämmtlicher Gesetze des Judenthums mit Ausnahme des einzigen, dass er nämlich Gebrauch von der Licenz machen will, Fleisch von nicht ritualmässig geschlachteten Thieren zu gemessen. Die Vertreter dieser rigorosen Ansicht wollten Judaisirende, insofern sie nicht Vollproselyten geworden, als Heiden betrachtet wissen1). נ) Die Controverse über dieses Thema ist unvollständig tradirt. Verhältnissmässig am vollständigsten in Massechet Gerim 111. איזהו נר חושב בל שקבל טליו שלא לטבור טבורה זרה דברי ר׳ מאיר. ר׳ יהודה אומר שקבל טליו שלא (?) להיות אובל נבלות . . . פתו ושמנו יינו טהורים וטוברים טליו משום בל תונה ובל תטשוק ומשום לא תלין פטולת שכיר. אץ משיאין לו ולא נושאים ממנו נשים. ולא מלוין אותו ולא לוין ממנו בריבית. Babii Aboda Sara 64 b wird eine dritte Ansicht angeführt, sonst aber ist der Inhalt sehr unvollständig. איזה נר תושב כל שקבל טליו בפני ג׳ חברים שלא לטבור מבודה זרה דבר־ ר׳ מאיר וחכמים אומדים: בל שקבל טליו שבט מצות שקבלו טליהם בני נח. אחרים אומרים נ אלו לא באו לבלל נר תושב אלא .. זה גר שקבל טליו לקיים כל מצות האמורות בתורה חו׳ן מאסור נבילות . . . מיחדיןאצלו יין ואץ מפקידין אצלו יין... שמנו ביינו(?) ולשאר כל -Am unvollständig ♦דבר הרי הוא בנכרי. ר׳ שמעון א-־מר יינו יין נסך ואמרי לה מותר בשתיה *2