Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1883
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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63 ״ ,מר׳ יחוסף הלויder seinen Sohn unterrichtete und (gleichzeitig) von ihm empfing, wie er in dem Mischna-Commentar von Bechorot erwähnt, was er von R. Joseph Halevi empfangen hat.“ Nach dieser Lesart beziehen sich wohl die Worte בנו ns auf R. Mei'r, den Sohn des R. Joseph, und scheint der Sinn zu sein, dass Maimon dem R. Meir Unterricht gab und zum Austausch dafür gleichzeitig gewisse Erläuterungen und Traditionen seines Vaters (R. Joseph) von ihm empfing, so dass sich also Maimon und Meir in ihrem Wissen gegenseitig ergänzten; wenn wir nicht vielleicht gar vorziehen, anzunehmen, dass hier ein Schreibfehler sich eingeschlichen hat und es heissen müsste: ״ ,שלמד מבנו וקבל מבנוder von seinem Sohn gelernt und empfangen hatu, was noch viel einfacher wäre und darum einleuchtend ist 1). Es lässt sich noch eine dritte Auffassung der Worte des Juchasin denken: שלמד את בנו וקבל ״ ,ממנוMaimon, der mit dessen Sohne (d. i. mit R. Meir) gemeinschaftlich bei R. Joseph gelernt und von ihm empfangen hat.“ Diese dritte Auffassung haben wahrscheinlich Graetz a. a. O. und Cassel (Lehrbuch der jüdischen Geschichte und Literatur, Leipzig 1859, S. 243 und 259) getheilt, weshalb sie Maimon als wirklichen Schüler des R. Joseph Ibn-Migasch ansehen. Aber auch zugegeben, dass diese Auffassung der Worte des Juchasin die riehtige sei2), so scheint mir doch die Angabe selbst den eigenen Worten des Maimonides an den erwähnten zwei Stellen, und namentlich dem Satze וקבצתי מפירושי אדוני אבי דל וזולתם עד ד יהוסף הלד zu widersprechen, und das Richtige ist wohl, dass auch Maimon nicht der unmittelbare Schüler des Ibn-Migasch war. Bemerken muss ich noch, dass nach allen Auffassungen und nach allen Lesarten im Juchasin mir die oben citirten Worte desselben: ״Wie er (Maimon) in dem Mischna-Commentar zu Bechorot erwähnt, was er von R. Joseph Halevi empfangen hat“, durchaus nicht klar sind3); es müsste denn sein, dass Juchasin in 1) Wogegen jedoch einzuwenden wäre, dass wir nirgends finden, dass R. Meir an einer Jeschiba docirt habe, wie es doch nach dieser Lesart den Anschein hätte. 2) Wobei Juchasin vielleicht auf den Mischna-Commentar zu Bechorot — von dem wir aber noch reden werden — sich gestützt haben könnte. 3) Wenn er, wie es scheint, auf Maimonidesי Mischna-Commentar anspielt, so geschieht in demselben in dem ganzen Tractat Bechorot nur zweimal des Vaters (Maimon) Erwähnung. Einmal Cap, 8, Mischna 7 המש סלעים של ב\ במנה צירי heisst es: זאמר־ לי אבא מורי דל שעמד על תשובת גאון מראשי ישיבת בבל וכתוב בה שחמשה סלעים וכוי,