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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1883-01-01 · 1883 · page 66

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1883
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 66)
Language
German
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IRI
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62 tionen liegt, stimmt nicht recht damit; ganz besonders aber die Worte des Maimonides in seiner Einleitung zu Seraim, die also lauten: ״Und ich sammelte Alles, was mir zu Händen kam von den Erklärungen meines seligen Vaters und Anderer bis (hinauf) zu Rabbenu Joseph HalevU zeigen offenbar, namentlich durch das Wörtchen עד (bis), dass auch Maimon der Vater nicht der unmittelbare Schüler des R. Joseph Halevi sein kann, denn sonst hätte Maimonides gesagt: "מפירושי אדוני אבי דל מפי* רבינו יוסף הלו. Endlich fand ich im Juchasin (ed. Zolkiew 69 תשצ״חa; ed. Philipowski — Juchasin haschalem — London und Edinburg, S. 219) einen Bericht, aus dem hervorzugehen scheint, dass R. Maimon, der Vater des Maimonides, ein Schüler des R. M eir, eines Sohnes des R. Joseph Halevi war. Könnte man diesem Berichte des Juchasin einen traditionellen Werth beilegen, so wären allenfalls die Unebenheiten so ziemlich ausgeglichen, denn dann wäre ja auch R. Maimon nicht der unmittelbare Schüler des R. Joseph, sondern nur des Sohnes desselben, und das Hesse sich ungefähr auch in die Angaben des Maimonides selbst hineindeuten, wenigstens brauchte man in denselben keinen directen Widerspruch damit zu finden1). Allein ich will nicht verhehlen, dass die betreffenden Worte im Juchasin etwas dunkel gehalten sind. Sehen wir sie uns ein wenig genauer an: ״R. Joseph Halevi bildete das 48. Geschlecht seit Simeon dem Gerechten, dem letzten der grossen Synode, dann kam ein neues Geschlecht, es war das 49., und zwar R. Meir, Sohn des R. Joseph ha־Levi Ibn-Migasch und R. Maimon, der Vater des Maimonides, der seinen Sohn unterrichtete (והוא למד את בנו), Maimonides bildete also das 50. Geschlecht“*2). So ist es in den gewöhnlichen Ausgaben des Juchasin. Demnach können die Worte את בכר sich auf רמב״ם beziehen: er (Maimon) unterrichtete seinen Sohn (den berühmten Maimonides). Hingegen heisst es in der Ausgabe Philipowski — Juchasin haschalem — von Maimon: שלמד את בנו והבל ממנו כמו שאומר בפי׳ משנת בבכוות מה שקבל 1) Ich habe wohl kaum nöthig zu sagen, dass ich hierbei das Hauptgewicht nicht darauf lege, dass Maimon ein Schüler des R. Meir war (vielleicht war auch das nicht einmal der Fall), sondern nur, dass er nicht der unmittelbare Schüler des R. Joseph war. 2) Ob die Zahl der Geschlechter eine wirkliche Tradition bei Juchasin (ואם קבלה נקבל) oder blos das Bestreben war, die runde Zahl von 40 bei Maimonides sich füllen zu lassen (vielleicht an die Analogie der 40 Geschlechter denkend, die Maimonides selbst von Moses bis zum Abschlüsse des Talmuds aufzählt), mag dahingestellt sein.

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