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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1883-01-01 · 1883 · page 53

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1883
Date
1883-01-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720947--52-2723753
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49 מר רב שמואל גאון דל ohne Hinzufügung־ von *חט (s. שערי צדק שער זי דדה ם־׳ כ־א), wodurch also das Citat ובשצמח מר רב שמואל גאון ד לברכה in dem En-Jacob-Responsum nichts gegen die Autorschaft des R. Hai beweist. Aber auch abgesehen davon, kann der Grund der Weglassung sein, weil solche Bemerkungen damals noch nicht üblich waren; vielleicht auch ist wirklich eine ähnliche Bezeichnung später irrthümlich ausgefallen1). R. Hai wollte nur vor dem Irrtlium warnen, als ob von Alters her die Ansicht bestanden hätte, Gott thue nur durch Propheten Wunder, nein, diese Ansicht ist erst in der sogenannten Aera der Denkgläubigen aufgetaucht. Wenn ein leiser Vorwurf hindurchschimmert, so ist es nicht der, dass Mar Samuel und Gesinnungsgenossen nichtjüdische Schriften gelesen (שק־*או בספר־,־.נכרים\ denn das thut ja — wie Graetz mit Recht bemerkt — auch R. Hai und Genossen — sondern nur, dass sie sich zuviel damit befassten (שהרבו לקמת בכפרי ככרים) und auf die Ergebnisse dieser ihrer Lectüre zu grossen Werth legten. Jedenfalls würde man zu weit gehen, wegen dieser einen Stelle dem R. Hai* die Autorschaft des ganzen Responsums abzusprechen. Demnach können also beide Responsen von R. Hai* Gaon herrühren 2). Sollte es mir aber trotz alledem nicht gelungen sein, meine Leser zu überzeugen, oder sollte man es vorziehen, entweder mit Graetz nur das erste Responsum für echt zu halten, das zweite aber einem anderen Gaon zu vindiciren, oder mit Sachs nur das zweite für echt zu halten, das erste aber einem ג) Anfangs glaubte ich aus dem doppelten Prädicate מר und רב entnehmen zu können, dass vielleicht an beiden Stellen das "Wort חמי ausgefallen sein mag: also müsste es in unserem Responsum heissen ובשצמה מר חמי רב שמואל בן חפני דל und auch in dem in מר חמי רב שמואל גאון דל :ש1ר* צדק, wodurch das doppelte Prädicat מר und רב sich besser erklären lässt. Jetzt fand ich jedoch in der Sammlung שערי תשובה No. 299: מר רב שש1א גאון ז׳ל, ebenso im רי״ף Ketubot Ende des 4. Abschnittes: מר רב משה גאון דל; dadurch aufmerksam gemacht, suchte ich weiter und fand in dem Sendschreiben Scherira’s sehr oft beide Prädicate מר רב vereint; es scheint also das מר רב stehender Gebrauch für Bezeichnung der גאונים gewesen zu. sein. Bemerken will ich noch: In תש,*' הגאונים, eö. Musaphia-Lyck 1860, No. 99, fehlt das halb ironisch scheinende Wort ובשצמח sondern es heisst: ומר רב שמואל גאון דל וכיוצא בו שהרבו לקרות במפרי נכרים ובו׳ אומ-ים; auch dadurch wird die Sache etwas einfacher וד׳ל. 2) Dass das zweite Responsum das eiste stillschweigend voraussetzt, hat auch S. Sachs mit feinfühlendem Tacte a. a. O. herausgefühlt, nur meint er, dass das zweite in absichtlicher Gegnerschaft gegen das erste geschrieben ist, was aber nach meiner Auffassung und oben gegebener Erklärung durchaus nicht der Fall ist. 4

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