Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1883
- Date
- 1883-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2720904-2720947--14-2723715- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
11 רזא רבד, או פפר הרדם (das grosse Geheimniss, oder das Buch der Geheimnisse). d. ספר שם בן נח das BuchSems, des Sohnes Noahs 1). Es wäre, wie gesagt, von jener alten geonäischen Epoche zu viel verlangt, dass sie schon damals hätte erkennen sollen, was sich erst in unseren Tagen durch Forschungen herausgestellt hat, dass nämlieh der Inhalt aller jener Pseudoschriften nichtjüdischen Kreisen — und zwar grösstentheils durch Werke islamitischer Secten vermittelt — entnommen worden ist. * 2) Es gereicht uns schon zur Genugthuung, dass wenigstens die Aufgeklärten unter den Geonim schon zu ihrer Zeit die Echtheit solcher Schriften anzweifelten3). Ganz ohne Einfluss waren aber diese Machwerke nicht geblieben. Abgesehen davon, dass sie in späteren düsteren Epochen Anlass zu gewissen mysteriösen Anschauungen, vielleicht auch Vorläufer zu manchen kabbalistischen Begriffen waren, fielen sie bei den weniger Helldenkenden unter den Geonim selbst auf fruchtbaren Boden. Freilich insoweit es sich um das Wesen Gottes handelte und eine Schädigung des streng-monotheistischen Gottesbegriffes, oder auch nur der Erhabenheit desselben zu besorgen ג) Ueber alle diese Schriften siehe ausser Grätz’ ausführlicher Erwähnung a. a. Orte noch Theilweises in Zunz G. V. d. Juden 167—170 und Fürst, Geschichte der Karäer, 2. Theil, S. 6—8 ״über Aberglauben und Mystik in derZeit und zum Theil in den Hochschulen der Geonim“. Zu bemerken ist noch, dass Aehnliches von einem anderen Werke (ם, הבהיר) angenommen wird, welches ebenfalls einem alten Tanaiten zugeschrieben worden ist (ישם הגדולים der es sehr rühmt), aber nach einem Citate des Herrn Dr. Gross (in Grätz’s Monatsschrift 1881, S. 299) aus dem 1245 verfassten Werke (מלחמת מצרה) als ein Faisifkat bezeichnet wird. ושמענו בי כתב אליהם ספר קרא שמו בהיר בו לא ראו אור כבר הניע אותו ספד לפנינו ומצאנו בו שתלו אותו בר׳ נחוניא בן הקנה ולשון הם׳ וכל עניניו מוכיחים זיופו ויש בו דברי מעות וכפירה וכר. 2) Ueber den islamitischen Antropomorphismus im Anfang des IX. Jahrhunderts s. Graetz 1. c. S. 141; aber auch das Medium, welches die christlich gefärbte, aus dem Aethiopischen übersetzte Henochsage in jüdische Kreise eingeführt hat, scheint der Islam gewesen zu sein (s. Graetz 1. c. S. 107 der das schlagend nachweist). 3) ואומר כי שיעור קומה לא נתקבצו עליו דברי כל החכמים מפגי שאינו לא במשנה ולא בתלמוד ואין לנו דרך שיתברר לנו בה אם הוא דברי ר׳ ישמעאל אם לא ואולי איש אחר אמרם על שמו כמו הנראה רבים מהספרים קראום בשמות אנשים אחרים שלא עשו אותם כדי לשום להם שם גדול בספריהם. (Saadia in seiner Erwiderung auf ben Jeruchams Angriff, citirt von Ibn-Barsilai und mitgetheilt von Luzzato in Halichoth Kedem, s. Graetz 1. c. S. I09.) In Maimuni’s Zeiten glaubten Einige, die mystische Schrift stamme von den Karäem (der'שואל in dem Responsum Maimuniis, mitgetheilt von Geiger in der Sammlung Nite Namanim hebr. Theil. S. 17.; s. auch Graetz 1. c. S 114:) בעני[ שיעור קומה אם האמת כדברי האומר שהוא הבור אהד מן הקראים וכר.