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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1882-01-01 · 1882 · page 53

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1882
Date
1882-01-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720949--52-2723669
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49 Es finden sich im babylonischen und j erusalemischen Talmud noch mehrere Angaben, nach denen Daten auf Wochentage treffen, auf welche sie nach dem constanten Kalender nicht treffen können. Wir werden eine Anzahl derselben zusammenstellen, um daraus eine Antwort auf die Frage, ob in der talmudischen Zeit die oben erwähnte, jetzt giltigekalendarisclieRegelangewendetwurdeoder nicht, zu erhalten. 1) Die jerusalemische Gemara1) erörtert die Frage, ob man, wenn Neujahr an Freitag trifft, am Abend trotz des Sabbats die Feuerzeichen anzünden dürfe oder nicht, und entscheidet sich für die letztere Alternative. 2) Die Gemara 2) behandelt die Frage, wie sich die Frauen, wenn Neujahr auf Sonntag oder Montag fällt, in Bezug auf das Reinigungsbad zu verhalten haben. R. Jemar, Maremar, R. Huna und R. Chisda betheilig*en sich an der Debatte. 3) Die Mischna3) giebt an, dass ein Knabe frühestens am 8. Tage und spätestens am 12. Tage beschnitten werden dürfe. Eine andere Mischna4) bezeichnet die Möglichkeiten dieser verschiedenen Fälle, wobei für den 12. Tag die Möglichkeit dann eintritt, wenn Neujahr auf Sonntag und Montag trifft. 4) Die Mischna 5 *) berichtet über einen Meinungsstreit zwischen R. Ismael und R. Akiba darüber, ob man das Fett der am Sabbat dar־ gebrachten Opfer an dem darauf folgenden Sonntag, als am Yersöhnungstage, und das der am Freitag, als dem Versöhnungstage, dargebrachten Opfer an dem darauf folgenden Sabbat darbringen dürfe. In der Gemara °) wird bei dieser Gelegenheit von R. Sera, als er bei Rab in Babylonien war, angegeben, wie man sich mit gewissen Ceremonien zu verhalten habe, wenn der Versöhnungstag am Freitag oder Sonntag ist. 5) Die Mischna7) berichtet, dass, wenn der Versöhnungstag auf Freitag traf, manche Priester das Opferfleisch am Freitag Abend in rohem Zustande genossen hätten. 6) Auch erzählt R. Simon in der Mischna8), dass die Schaubrote, wenn der Versöhnungstag auf Freitag fällt, am Donnerstag gebacken werden müssen. ב) Rosch haschana II, 1. 2) Nidda 67 b. 3) Erachin II, 2. 4) Sabbat XIX, 5. 5) Sabbat XV, 3. Jerus. Talmud Sabbat XV, 3. G) Sabbat 114 b. Succa 54 b. Joma 46 a. Jerus. Talmud Sabbat XV, 3. ד) Meuacliot XI, 7. s) Menachot XI, 9. Erachin II, 2. vergl. Tosafot zu Menachot 100 b. und Jom tob Hellers Tosafot zu Menachot XI, 7. 9. 4

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