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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1881-01-01 · 1881 · page 111

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1881
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 111)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720951--110-2723595
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108 und Anatomie* 1) waren ihnen heimische Gebiete, abgesehen von Theologie und Jurisprudenz, die ja ihr eigenstes Element waren. In späteren Zeiten jedoch, als die Juden im neupersischen Reiche wohnten, hatte der stete Verkehr mit den Persern bei ihnen die Scheu vor neuen Ideen verdrängt, zumal da sie nicht mehr so wie früher auf der Höhe der Wissenschaften ihrer Zeit standen2), die Zeitströmung aber so mächtig geworden war, dass die Stimme ניטל לחי התחתון als das (nach ihrer Ansicht) der Gesundheit Nachtheiligere von der Mischna unter ואלו כשירות gezählt wird, die Folgerung berechtigt wäre: «Geschweige denn ניטל לחי העליון», behauptet Maimonides umgekehrt: nur ניטל לחי התחתון gehört zu den ׳כשרות nicht aber ׳לחי העליון dessen Lebensgefährlichkeit eine viel grössere sei und augenscheinlich, nach der in der Mischna aufgestellten Regel (זה הכלל כל שאין כסוד. היה טריפה) in die Kategorie der Terefot gehöre. (Man vergl. über alles das Maimonides’ Gutachtensammlung פאר הדור Nr. 29 ׳תשובה לחכמי לוניל auch citirt in Kesef Mischneh zu 23 ,8 הל שחיטה und Bet Joseph, Jore Dea Cap. 33.) Ich sagte, dass ihm allerdings sein ärztliches Wissen zu Statten gekommen ist, aber nur, um die talmudisch-traditionellen Bestimmungen richtig zu stellen. — Man frage nicht, was hätte denn Maimonides gethan, wenn bei einem Falle, den die Alten für erlaubt halten, er nach seinem medizinischen Wissen von der Lebensgefährlichkeit des Genusses überzeugt gewesen wäre. Denn abgesehen davon, dass solche Wenn-Fragen immer müssig sind — da ja ein solcher Conflict in Wirklichkeit nicht vorgekommen ist — so hätte er sich eventualiter auch zu helfen gewusst. Brauchte er sich ja nur an den Vorgang der Mischna (Chulin 58. b.) zu halten המות או שהכישה DD אכלה נחש מותרת משוס טרפה ואסורה משום סכנת נפשות (s. dort Gemara und jad hachasaka a. a. O. § 8) und ein Aehnliches nach seiner Ueberzeugung, allenfalls mit dem Zusatze יראה לי auszusprechen. Es geschieht das mitunter noch in neuerer Zeit (s. z. B. in Chochmat Adam <בהמה או עוף כשפתחו להוציא בני מעים זב ••(שער אור. כלל כ כ״א ומ״מ י״א דהיא סכנה שיבא האוכל לידי חולי וה.מים רבים וכל כשר• Vergl. auch פר״משפתי דעת סי/ נ״א סק״ד מי; חולי בכבשים• Es ist aber oft nicht gleichgültig, ob der Grund משום טריפה oder TÜDD 0משו ist, in letzterem Falle machen vielleicht (nach Zuratheziehung eines tüchtigen Arztes) klimatische Verhältnisse, grassirende Epidemieen oder individuelle Empfänglichkeit einen Unterschied (והכל ילפי ראות עיני המורה) in ersterem nicht. 1J S. Bechorot 45. a. von den Schülern des R. Ismael. 2) Die späteren Rabbinen fühlten sich selbst als Epigonen. S. Sabbat 112. b. אם ר־אשונים בני מלאכים אנו בני אנשים ואם ראשונים בגי אנשים וכל; ferner Erubin 53. a.: לבן של ראשונים כפתחו של אולם ושל אחרונים וכל ואנו כמלא מחט וכל אמר אביי ואנן וכל אמר רבא ואנן וכל אמר ר אשי ואנן וכל. Also mit jedem nachfolgenden Zeitalter spürten sie die Abnahme des klaren Wissens selbst auf halachischem Gebiete. Daher auch: ׳אינהו בקיאי טפי מינן so z. b. Nidda 20.b. ר חנינא הוא דחכים כולי עלמא לא חכימי וכל אר זירא טבעא דבבל גרמא לי דלא חזאי דמא וכול (Ausnahmen gab es jedoch immer, wie dort von Raba erzählt wird.) Ferner bei der Ordination des Rabbabar Chana יתיר בכורות אל יתיר וכל משום רלא בקיע במומי (Sanhedrin 5-b.) Ferner; p לא בקיאי p אינהו בקיאי בחסרות ויתרות א (Kidduschin 30a.) und andere Stellen.

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