Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1881
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 84)
- Language
- German
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81 es nicht mit Dämonen oder sonstigen כהות הטומאה zu thun, und die harte Strafe erfolgte blos wegen Volksverführung und weg*en vorkommenden Missbrauchs. Beides fallt aber bei dem, der darüber einen Vortrag zur Belehrung hält und dabei vielleicht auch praktische Anweisung*en giebt, um die Zaubereien nach ihren verschiedenen Arten und mit ihren mannigfachen Mitteln erkennen zu lassen, gänzlich weg. Das wurde dem R. Elieser nachgerühmt; da dieser Bericht aber von Mund zu Mund durch viele Geschlechter und Zeiten ging, ist der Inhalt desselben nicht mehr so klar zu erkennen. — Aehnliches ist von dem dunklen Berichte in Berachot 18. b. zu halten:מעשה בחסיד אחד שהקניטתו אשתו והלך ולן בבית הקירות וכוי Der wahre Sachverhalt scheint den Späteren abhanden gekommen zu sein1). Es werden im Talmud aber auch Berichte über Magie u. dgl. von Augenzeugen angeführt. Das sind meist Dinge, die, genau genommen, nichts Uebernatürliches haben. So erzählt Rabba (Baba batra 73. a. und b.), er habe den Ahriman bar Lilit gesehen, wie derselbe auf den Mauern der Stadt Machusa von Zinne zu Zinne mit solcher Schnelligkeit sprang, dass ein Reiter, der unten zu Pferde dieselbe Richtung verfolgte, ihn nicht einholen konnte. Ferner habe man demselben einst zwei genämlich § 9 die Täuschung (אחיזת עיגיס) mit der strengen biblischen Geisselstrafe (מלקוח ארבעים) belegt, im § 15 jedoch für dieselbe Sünde nur dieleichte rabbinische Züchtigung (מכת מרדות) zuerkennt, macht schon R. Joseph Kolon Radix 76. aufmerksam und löst denselben dadurch, dass er annimmt, § 9 spreche von einer solchen Täuschung, die darauf hinzielt, die Welt an ein übernatürliches Wunder glauben zu machen, also Volksverführung, und darum die schwere Strafe, § 15 aber handele von solchen Täuschungen, die zwar durch Geschicklichkeit und Schnelligkeit für den Augenblick überraschen, bei einigem Nachdenken aber von Jedermann als durchaus nichts Uebernatürliches erkannt werden, darum die leichtere Strafe. Obschon Kesef Mi sehne und Lechem Mi sehne diese Lösung des מהרי״ק für gesucht halten, so ist sie doch in M.’s Sinne und ganz plausibel. Näheres in Abschn. F., wo angeführt wird, dass Viele in אחיזת עי נים selbst etwas Uebernatürliches erblickten und Veranlassung gaben, Maimonides misszuverstehen. 1j Rapoport im ערך מלין Art. אשמדאי S. 249 fragt mit Recht, wie der Talmud einem Manne, der sich der Sünde eines דורש אל המתים schuldig gemacht, das Epitheton חסיד beilegen kann, und gesteht, die Sache nicht zu begreifen. Man könnte aber vielleicht einfach annehmen, dass der fromme Mann, um den Quälereien seiner Frau zu entgehen, die nicht glauben mochte, dass sein ausserordentliches Glück im Landbau mit natürlichen Dingen zugehe, ihr Etwas aufgebunden, das sich dann im Volksmunde zu einer Legende ausgebildet hat. (Der talmudische Berichterstatter verliess sich hierbei auf das bessere Verständniss der Einsichtigen. Der Commentator (הכותב) und R. Samuel Edels im En Jakob halten diese ganze Relation für einen blossen Traum.) d