Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1881
- Date
- 1881-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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64 האדם מן העולם «Neid, wilde Begierde und Menschenhass bringen den Menschen aus der Welt;» daselbst 5. 13: עינו רעה בשל אחרים «Missgünstig gegen Andere;» ebendaselbst 19: עין רעה ורוח גבוה ונפש רחבה «Neid, Hochmuth und Lüsternheit.» Was Magie und Nekromantie betrifft, so haben wir schon oben Abschn. B bei Gelegenheit der Todtenbeschwörerin zu En- Dor den Standpunkt der Rabbinen zum Th eil angegeben und nachgewiesen, dass jedenfalls ihre Berichte auf Thatsachen beruhen, wenn auch ihre Auffassung dieser Thatsachen bisweilen eine von dem Geiste ihrer Zeit befangene war; und sollen diese unsere Angaben in Abschn. D. noch ergänzt werden. Hier wollen wir nur erwähnen, dass, wenn wir uns Das ansehen, was die Mischna, getrennt von allen späteren Erweiterungen und Zusätzen in der Gemara, in dieser Beziehung aussagt, wir gestehen müssen, dass die Mischna verhältnissmässig dem Mysticismus den allergeringsten Spielraum gewährt. D. Die Gemara. Anders verhält es sich, wie schon gesagt, mit den Lehrern der Gemara. Bei sehr vielen derselben blickt fast überall die Eingenommenheit für mystische Ideen durch. Den Uebergang von der nüchternen Denkungsweise der Mischnalehrer zu dem Mysticismus dieser Gemaristen machen in der Regel gewisse Boraitot 1). Letztere sind ihrem innern Werthe nach sehr ungleichartig. Während einzelne derselben, namentlich solche, die sich ausschliesslich mit Halacha befassen, von unschätzbarem Werthe und zum richtigen Verständnisse, ja oft zur Ergänzung und Berichtigung der Mischna fast unentbehrlich sind, müssen wir von anderen, namentlich wenn sie agadischen Inhalts sind, sagen, dass sie oft mehr verwirren als aufklären, besonders wenn sie, wie das von den meisten Lehrern geschieht, ganz buchstäblich *) Vielleicht liegt auch in den, obschon als mnemotechnisches Zeichen dienenden Worten (Erachin 11. a.) .וסימנך מתניתא גוזמא/ eine leichte Anspielung darauf. Raschi bezieht das zwar auch auf die Mischna (דרך משניות לשנות גוזמא)»‘ allein da in der Mischna nur drei Mal eine hyperbolische Ausdrucksweise constatirt worden ist (s. chuiin 90. b. בשלשה מקומות דברו חכמים לשון הואי)/ was doch jedenfalls im Verhältniss zu anderen Agadot nur ein Minimum ist, so ist wohl die Annahme richtiger, dass darunter die Boraitot zu verstehen sind, wofür dort auch der Zusammenhang spricht (יבמתניתא תנא•