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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1881-01-01 · 1881 · page 55

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1881
Date
1881-01-01
Page
– (sequence 55)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720951--054-2723539
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52 auch das Fehlen des Sühngeldes nicht die Ursache göttlicher Strafe gewesen sein1). Damit wir uns überzeugen, wie gerade Diejenigen, welche die Unterlassung der Sühnmünzen als den allein richtigen Grund für die erfolgte Seuche ansehen, die allergrössten Schwierigkeiten zu überwinden haben, um sich die Schrifttexte zu erklären, wollen wir hier Einiges anführen. Nachmanides weiss sich die auffallende Thatsache, dass David ein ausdrückliches biblisches Gebot übersehen haben sollte2), nicht anders zu erklären, als dass David gedacht haben mochte, die mosaische Anordnung wegen des Sühngeldes sei nur für das eine Mal bei der Zählung in der Wüste, nicht aber für alle Zukunft gegeben3). Man kann sich nicht genug wundem, dass ein Denker wie Nachmanides zu einer so gesuchten Hypothese seine Zuflucht nimmt. Also David verstand das Schriftwort nicht, wohl aber Jo ab? Und sollte wirklich die Sünde nur auf einer irrthümlichen Auffassung des Schriftwortes beruht haben, konnte sie dann von so schweren Folgen sein? Noch ein anderer Commentator, dessen Name in der rabbinisehen Literatur nicht minder einen guten Klang hat, R. Elia Misrachi, spricht sich in Abschn. כי תשא folgendermassen aus: «Aus den Worten Raschi’s: כמו שמצינו בימי דוד scheint hervorzugehen, dass die zur Zeit Davids über Israel verhängte Pest dem Umstande zuzuschreiben sei, dass er sie nach Köpfen (ohne Sühnmünzen) gezählt: da wäre denn doch sehr auffallend, dass David niemals diesen Tora - Abschnitt gelesen haben sollte, welcher anordnet, dass das Zählen durch Sühnmünzen vor sich zu gehen habe; und hatte er es selbst nicht gelesen, sollte keiner seiner Zeitgenossen ihn darauf aufmerksam gemacht haben?» — Es scheint daher der Irrthum Davids daraus entstanden zu sein, dass, da die aus der Zählung Mosis resultirende Einnahme bei den silbernen Schwellen des Heiligthums ihre Verwendung fand, (2. Mos. 38, 27), David gedacht haben mochte, dass das 1l והגאון אמר כי כסף הכפורים הוא חיוב על ישראל בכל שנה בין שיספרם מלכם או לא ישא מספרם וראיתו משאת משה עבד ד (ד״ה ב' כד ,ו) וכו/ י״א כי המגפהשהיחה בימי דוד בעבור שלא נתנו כפר נפשם ואם זה אמת היא תשובה על הגאון (ibn-Esra zu •כי תשא) 2) Auch der Talmud spricht seine Verwunderung darüber aus: שטעה דוד בדבר שתינוקות של בית רבן יודעין וכו' und sucht das agadisch zu erklären (Berachot 62. b.) 8) מפני שלא נתפרש כאן אם היא מצות דורות או לשעה למשה במדבר טעה דוד ומנה אותם בלא שקלים והי' הנגף בהם (Ramban zu כי תשא)•

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